Zucchinipuffer mit Aroniasoße

Mein Fräulein Tochter und ihr Freund wollen Zucchinipuffer backen. Dazu haben sie zirka 900 Gramm geschälten und entkernten Zucchini grob geraspelt. Nun streiten sie über die effektivste Form der Feuchtigkeitsreduzierung. Während meine Tochter die Gemüseschnitze in einem Tuch pressen möchte, meint ihr Freund, es sei ausreichend, das geschredderte Gemüse in einem Sieb abtropfen zu lassen.

„Also ich gehöre zum Team Tuch“, mische ich mich ein. „So werden die Gemüsespäne viel trockener und nachher in der Pfanne spritzt es nicht so.“

Meine Tochter putzt und raspelt 160 Gramm Karotten und schält eine Zwiebel, die sie in feine Würfel schneidet. Ihr Freund hat unterdessen zwei Knoblauchzehen und eine Hand voll glatte Petersilie gehackt. Alle Zutaten landen in der Schüssel mit den geraspelten Zucchini. Nun fügt das Fräulein Tochter noch vier Esslöffel geschrotete Leinsamen und acht Esslöffel Kartoffelstärke hinzu, je zwei Teelöffel Salz, Pfeffer und Paprikapulver und ein Teelöffel gemahlener Kreuzkümmel runden das Ganze ab und alles wird zusammen mit einer Hand voll Aroniabeeren kräftig durchgerührt.

Aus je zwei gehäuften Esslöffeln der entstandenen Masse formt meine Tochter mit der Hand zunächst Kugeln. In einer Pfanne mit heißem Rapsöl drückt sie dann mit dem Bratenwender flache Pattys, die bei mittlerer Hitze auf beiden Seiten goldgelb ausgebacken werden.

„Und was gibt es dazu? Apfelmus?“ Ich sehe mich in der Küche um.

„Nein, Apfelbeerensoße,“ grinst meine Tochter,“ das Rezept habe ich von Brigitte.“

„Welche Brigitte? Kassen-Brigitte oder Suppen-Brigitte?“

„Nein, aus der Zeitung Brigitte.“

„Du liest Brigitte?“

„Deine Tochter nimmt dich auf den Arm,“ mischt sich mein zukünftiger Schwiegersohn ein.

„Das Rezept ist von der Brigitte, die den Garten hinterm Vereinsheim hat.“

„Das ist die Suppen-Brigitte, die heißt so, weil sie zu den Vereinsfesten oft Suppen kocht.“

„Und wieso heißt die andere Brigitte Kassen-Brigitte? Weil sie zu den Kassenprüfern gehört.“

„Ihr immer mit euren schrägen Spitznamen.“ Mein Fräulein Tochter seufzt.

„Irgendwie müssen wir die Brigittes ja auseinanderhalten.“

„Wie wäre es mit Nachnamen?“

„Wenn einem die immer so schnell einfallen würden.“

„Stimmt, wir haben im Verein einige Vornamen doppelt und dreifach. Heißt nicht eine der anderen Kassenprüferinnen auch Brigitte?“

„Nein die heißen Birgit und Andrea.“

„Bei der Arbeitsgemeinschaft Schulgarten ist auch eine Andrea dabei.“

„Das wären dann die Kassen-Andrea und,“ meine Tochter macht eine Pause.

„…die Schulgarten-Brigitte,“ unterbricht sie ihr Freund.

Sie schlägt mit dem Küchenhandtuch nach ihm. „Kümmere dich lieber mal um die Aroniasoße. Die Puffer sind gleich fertig.

Mein Fräulein Tochter schiebt eine Ladung Zucchinipuffer zum Warmhalten in den auf 50° C vorgeheizten Backofen.

Ihr Freund wiegt 200 Gramm Aroniabeeren ab, wäscht und püriert sie und füllt das Püree in einen kleinen Tiegel. Dann gibt er 200 Gramm Rohrohrzucker hinzu und erwärmt die Mischung, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Noch etwas Muskat dazu, fertig.

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2 Gedanken zu “Zucchinipuffer mit Aroniasoße

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