Geräucherte Kartoffeln mit Auberginendip

Mein Fräulein Tochter Jasmin und ich bereiten eine Sesampaste, die auch Tahini oder Tahin genannt  wird. Wir rösten 500 Gramm Sesamkörner in einer Pfanne ohne Fett goldgelb an und lassen sie wieder abkühlen. Dann geben wir den Inhalt der Pfanne zusammen zwei Gramm Salz in einen Mixer und fügen nach und nach sechs Esslöffel Rapsöl hinzu, bis eine cremige Masse entstanden ist.

Dann heizen wir den Backofen auf 220 °C vor. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech platzieren wir sechs Auberginen (zirka 1,3 kg), die wir zuvor gewaschen und mit einer Gabel eingestochen haben. Auf mittlerer Schiene backen die Eierfrüchte nun eine knappe halbe Stunde lang, bis die äußere Haut stellenweise verbrannt ist.

Währenddessen schälen wir sechs Knoblauchzehen und bereiten 125 Milliliter frisch gepressten Zitronensaft. Dann verrühren wir 200 Gramm Sojajoghurt mit 250 Gramm unserer Sesampaste, den zerquetschten Knoblauchzehen und dem Zitronensaft.

Von den abgekühlten Auberginen entfernen wir die verbrannte Schale und die Strünke. Das Innere der Eierfrüchte zerdrücken wir mit einer Gabel und heben die Gemüsemasse unter die Joghurt-Tahin-Mischung. Wir schmecken mit Salz ab und machen uns mit unserem Dip auf den Weg in unsere Gartenanlage.

Im Garten meiner Tochter herrscht reges Treiben. Einige junge Leute haben sich um einen Edelstahltrog versammelt. Der Freund meiner Tochter begrüßt uns. Sein Männerdutt ist ausgefranst und schwarze Striemen zieren sein Gesicht.

„Na mein Pflanzenkohle-Held,“ begrüßt das Fräulein Tochter ihren Philosophiestudenten und wir nicken in die Runde.

„Eine Ladung haben wir schon fertig,“ strahlt der Hobbyköhler und deutet auf einen Haufen Holzkohlestücke. „Die müssen nur noch zerkleinert und aufgeladen werden.“

„Aufgeladen?“

„Na zum Beispiel mit Urin oder einer Lösung mit effektiven Mikroorganismen“, erklärt einer. „Oder wir streuen das Kohlepulver nur in den Kompost“, wirft ein anderer ein.

Die Runde diskutiert über die jüngsten Erfahrungen. Begriffe wie Kontiki, Kohlendioxidspeicherung, Terra Preta, Biodiversität und Urgesteinsmehl schwirren hin und her.

Ich sehe mir den Stahlbottich genauer an. Am unteren Ende ist an einem Ventil ein Wasserschlauch angeschlossen. Im Inneren befindet sich eine tricherförmige Vertiefung in der gleichmäßig aufgeschichtete Holzstücke glimmen. Hin und wieder züngelt eine Flamme.

„Ich glaube wir können die nächste Lage einschichtet, beschließt das Fräulein Tochter und beginnt ungefähr gleich große Holzstücke in den Trichter zu legen.

„Wir können damit nachher noch grillen und wir haben Kartoffeln im Smoker.“

Wir inspizieren den Räucherofen. Die jungen Leute hatten vor einer Stunde das Gerät auf 130 °C vorgeheizt, mittelgroße Kartoffeln ringsum zehnmal mit einer Gabel eingestochen und mit einer Mischung aus Rapsöl, Salz und Pfeffer eingepinselt. Dann gaben sie eingeweichte Erlenholzschnitzel in den Einschub des Gerätes und die Erdäpfel in die Räucherkammer.

„Pack mal unsern Dip aus,“ weise ich Jasmin an, “ich glaube die sind gleich gar.“

Zucchinisuppe mit Belugalinsen

Meine Gartennachbarin Frau B. und ich werkeln in unseren Beeten. Auf der anderen Seite des Gartenweges klopft jemand auf Holz herum. Hin und wieder heult eine Flex auf, quietscht ein Akkuschrauber. Ich strecke mein Kreuz durch, spähe hinüber und frage: „Was lärmt Bruce denn da drüben herum?“

Auf dem Gartenweg kommen zwei Jungen auf einem Tretroller gesaust.

„Jetzt macht mal langsam“, ruft Frau B. ihnen zu und wendet sich zu mir. „Hans-Georg ist auch schon den halben Vormittag drüben und hier bleibt die Arbeit liegen.“

„Was bauen die denn?“

„Ach“, Frau B. winkt ab, „irgendwas an der Hütte mit Streben und Sparren.

Auf dem Gartenweg saust der Tretroller mit den beiden Jungen abermals vorbei.

„Was hab ich euch gesagt“, schreit Frau B. hinterher und über den Gartenweg: „Hans-Georg, kommst du?“

„Gleich“, ruft Hans-Georg zurück, „Ich muss nur eben noch das Kopfband halten.“

„Essen ist gleich fertig“, setzt Frau B. erneut an und etwas leiser: „Kopfband, der soll mal aufpassen, dass er keinen Kopfverband kriegt. Ich hab gebratene Zucchini gemacht mit Plockwurst. Was gibt es bei dir?“

„Ich geh zu Jasmin, die macht auch was mit Zucchini.“

„Dann bring mir mal das Rezept mit. Für Zucchini hat man ja nie genug.“

Der Tretroller knallt gegen die Gartentür, die Hans-Georg soeben geöffnet hat. Die Jungen schluchzen und streiten. „Ich war das nicht, da musst du eben besser aufpassen, du – du  – Kackfrosch.“

Hans-Georg und Bruce grinsen und heben den Roller wieder auf. Doch keiner der Jungen will weiter damit fahren.

Frau B. schilt: „Das hab ich euch doch gesagt. Das immer erst was passieren muss. Na wartet mal.“ Frau B. holt aus ihrer Gartenschürze eine Tüte mit Gummitieren. „Seht ihr, ich hab hier auch einen Frosch für euch. Aber nur wenn ihr nicht wieder so schnell fahrt und aufhört zu heulen.“

Unterdessen hat Bruce auf seinem Smartphone etwas gesucht und zeigt uns das Display. „Ich hab hier auch einen Frosch und der ist ein richtiger Kackfrosch.“ Zu sehen ist ein Frosch, der eine verblüffend große Wurst ausscheidet.

„Da war das neulich vielleicht gar nicht vom Igel“, überlegt Hans-Georg.

„Ich geh jetzt zu Jasmin und wünsche Euch einen guten Appetit“, verabschiede ich mich. Frau B. winkt Bruce zur Zucchinipfanne.

Mein Fräulein Tochter hat 150 Gramm Belugalinsen in einem halben Liter Wasser gegart. Sie hackte zwei Knoblauchzehen, briet sie mit etwas Öl in einem Tiegel an. Dann fügte eine sehr kleine gehackte Chilischote, einen Teelöffel Kurkuma und einen halben Teelöffel abgeriebene Zitronenschale dazu, rührte etwas und gab schließlich etwa ein Kilogramm geschälte und in dicke Scheiben geschnittene Zucchini in den Tiegel. Nach einer Viertelstunde köcheln, füllte sie einen Viertelliter Gemüsebrühe auf und lies zugedeckt köcheln bis die Zucchini sehr weich sind. Dann gab sie zwei Esslöffel Zitronensaft dazu und pürierte alles mit dem Stabmixer. Sie fing die gekochten Linsen in einem Sieb, würzte mit Pfeffer und Salz und gab auf jeden Teller zwei Esslöffel Linsen und einen Esslöffel gehackte Petersilie.

Fenchel-Aprikosen-Gemüse mit Kichererbsenreis

Der Freund meiner Tochter Jasmin hockt im Garten vor einem großen Stein und hält in der Hand einen kleineren Stein.
„Klopf, klopf“, rufe ich über den Zaun. „Was treibst du da?“
„Ich versuche Aprikosensteine zu knacken, um an die Kerne zu gelangen.“
„Wie in der Steinzeit?“
„Hm, experimentelle Archäologie gewissermaßen.“
„Unfug“, ruft das Fräulein Tochter unter dem Vordach der Laube hervor, „der Nussknacker ist zu groß für die kleinen Dinger. Wir brauchen nur sechs Esslöffel Aprikosenkerne“, beschwichtigt Jasmin und winkt mich zu sich.
„Ein Glück, dass wir kein Persipan machen wollen“, stellt der experimentierende Archäologe fest.
„Persipan?“, frage ich.
„Das ist das Marzipan der armen Leute. Wenn keine Mandeln zur Verfügung standen, wurden als Ersatz Aprikosen- oder Pfirsichkerne verarbeitet. Dabei dürfen nur Kultursorten verwendet werden, denn die Kerne der Wildsorten enthalten zu viel Blausäure und schmecken bitter.“
„Wir haben ja eine Kultursorte“, sagt Jasmin und winkt erneut.
Unter dem Vordach zeigt sie mir einen Zettel mit einem Rezept.
60 Gramm Kichererbsen in kaltem Wasser einweichen und am nächsten Tag mit ungesalzenem Wasser gar kochen. 150 Gramm Reis in Gemüsebrühe kochen und dann mit je einem Teelöffel Kurkuma- und Korianderpulver mischen. Zwei Esslöffel Olivenöl erhitzen und darin eine geschälte und gehackte Zwiebel glasig dünsten. Die Zwiebel mit 20 Gramm gehackter, glatter Petersilie und je fünf Gramm gehacktem Koriandergrün und Minze zusammen den Kichererbsen und dem Saft einer Zitrone ebenfalls unter den Reis heben.
500 Gramm Knollenfenchel längs halbieren und in feine Streifen hobeln und in sechs Esslöffel Rapsöl mit zwei Teelöffel Kümmel für 30 Minuten marinieren. Bei acht Aprikosen das Fruchtfleisch vom Stein lösen. Die Steine knacken und die Kerne herauslösen und mit weiteren sechs Esslöffel Aprikosenkernen in einer Pfanne ohne Fett rösten. Sechs Esslöffel Zucker in einem Topf schmelzen lassen, die geviertelten Aprikosen und fünf Esslöffel Wasser hinzugeben kurz schwenken mit einem Teelöffel Kreuzkümmel, einer kleinen getrockneten Chilischote und je einer Prise Nelkenpulver, Anis, Zimt, schwarzem Pfeffer und Muskat würzen und zur Seite stellen. Pfanne abermals erhitzen und Fenchel mit der Marinade goldbraun anbraten.
Mit Salz abschmecken, Fenchel mit den Aprikosen und den Aprikosenkernen mischen und auf dem Reis anrichten.
„Da krieg ich ja beim Lesen Appetit.“
„Ja, nicht wahr?“ Das Fräulein Tochter strahlt. „Die Aprikosen haben wir übrigens von Bruce bekommen. Sein alter Baum trägt ganz gut. Unserer dagegen sieht eher traurig aus.“ Jasmin deutet auf einen jungen Aprikosenbaum, der einige verdorrte Äste hat. Irgendwas machen wir falsch.“
„Das könnte Apoplexie sein. Die trifft oft Bäume zwischen dem dritten und dem siebenten Standjahr. Erste Anzeichen sind, wenn nach anfänglichem Austrieb die Blätter und Triebspitzen welken. Unterhalb der welken Partien tritt oft Gummifluss auf, weil die Leitungsbahnen verstopft sind. Fragt mal Pierre was zu tun ist. Der ist schließlich unser Gartenfachberater. Aber der Baum ist vermutlich hin.“

Spinat-Rucola-Rührtofu-Wrap

„Ach ist das schön grün“, quäkt es aus meinem Smartphone.
„Bei mir auch.“
„Bei mir auch.“
„Bei mir – upps Entschuldigung, das war keine Absicht“, höre ich mein Fräulein Tochter. Das satte Blattgrün schwindet kurz von meinem Display. Ich sehe Jasmins Handfläche und höre sie sagen: „Ich habe nämlich hier“, sie schwenkt die Kamera zu einem kleinen Holzgestell auf ihrer Küchenarbeitsfläche, „eine Staffelei für mein Telefon gebastelt, die offenbar nicht stabil genug ist. Ihr solltet eigentlich mich und die Arbeitsplatte sehen und nicht den Inhalt der Spinatschüssel.“
Mein Fräulein Tochter hatte vor ein paar Tagen angeboten, via Konferenz-App mit uns gemeinsam zu kochen. Dazu stellte sie die Anmeldedaten und die Zutatenliste auf unsere Vereinswebseite und nun waren außer mir und meiner Tochter auch Rapunzel, meine Gartennachbarin Frau B. und zwei weitere Gärtnerinnen angemeldet.
Jede von uns hatte bereits vor unserer Konferenz 125 Milliliter lauwarmes Wasser, einen Esslöffel Olivenöl und je einen Teelöffel Zucker, Trockenhefe und Salz gemischt und vorsichtig 250 Gramm Mehl (Type 405) dazu gerührt, den Teig kurz geknetet, eine Stunde zugedeckt ruhen gelassen, dann dünn ausgerollt und in einer großen, beschichteten Pfanne ohne Fett zu Fladen ausgebacken. Die Fladen sind fertig, wenn auf beiden Seiten leichte hellbraune Flecken entstanden sind und werden in der Backröhre warm gehalten.
Nun schälen wir je eine kleine Zwiebel und eine Knoblauchzehe. „Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und mit zwei Teelöffeln Margarine anrösten. Dazu 120 Gramm frischen Spinat leicht zusammenfallen lassen, den gepressten Knoblauch zugeben und mit 1 Esslöffel Hafersahne andicken lassen“, ordnet das Fräulein Tochter an.
Eine weitere Zwiebel wird geschält und gewürfelt. Dann eine große Tomate und eine halbe Blockpaprika waschen, putzen und hacken. „Jetzt müsst ihr 3 Esslöffel Rapsöl stark erhitzen und 250 Gramm mit einer Gabel zerdrückten Tofu darin goldbraun anrösten“, höre ich das Fräulein Tochter, die immer die nebenbei Zutaten in die Kamera hält. „Nun geben wir den gehackten Paprika, einen Teelöffel Kurkuma und zwei Teelöffel Currypulver dazu, braten kurz weiter, löschen mit zwei Esslöffel Sojasoße ab, fügen die Tomatenwürfel und 2 Esslöffel Hafersahne hinzu und schmecken mit Pfeffer und Kala-Namak-Salz ab. Einkochen lassen dann runter vom Feuer, zwei Esslöffel Schnittlauchröllchen unterrühren und warm stellen. Wenn ihr das habt, werden 50 Gramm Rucola gewaschen und trocken geschleudert. Danach auf den Fladen Spinat verstreichen, in der Mitte Rührtofu verteilen und etwas Rucola darauf legen, die Fladen links, rechts und unten umklappen, leicht andrücken und aufrollen. Die Teigrolle mit frischem Rucola anrichten, guten Appetit.“
„Ich denke, du magst gar keinen Tofu“, motzt Frau B. aus dem Off und schwenkt anklagend ihre Kamera auf ihren Gatten, der den Rührtofu aus der Pfanne löffelt. „Schmeckt wie Rührei“, kommentiert dieser und hält anerkennend den abgeschleckten Löffel hoch.

Pak Choi-Karottenpfanne mit Teriyaki-Soße

Auf dem Weg zwischen meinem Garten und der Parzelle unseres stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Holger, den alle nur Bruce nennen, weil er dem jungen Bruce Willis ähnlich sieht, steht seit ein paar Wochen eine Gartenbank.
Seitdem es die Kontaktbeschränkungen gibt, blieben immer häufiger Gärtnerinnen und Gärtner auf dem Weg stehen, um ein Schwätzchen mit Bruce oder mir oder Bruce und mir zu halten. Da haben wir es ein wenig bequemer gestaltet und auch Klappstühle in unseren Parzellen bereitgestellt, um den Abstand wahren zu können.
Auf der Bank sitzt heute Rapunzel. Als sie mich sieht, setzt sie schnell eine FFP2-Maske auf.
„Moin Karo“, nuschelt Rapunzel.
„Moin!“
Kaum bin ich vorbei, zieht Rapunzel ihre Maske wieder herunter.
Mein Fräulein Tochter schenkte mir ein Stimmungsset. Mund-Nasen-Bedeckungen für jede Gemütslage. Heute wäre eigentlich „Lächeln“ dran gewesen, denn schließlich habe ich einen Gartentag geplant. Aber diese Maske war in der Wäsche und so ist es doch die mit dem gefletschten Raubtiergebiss geworden.
„Uiuiui, du siehst aber gefährlich aus“, kommentiert Rapunzel. Ich ziehe meine Maske herunter und frage: „Wartest du auf mich oder auf Bruce?“
„Auf dich. Ich hab das da geerntet“, Rapunzel deutet auf ein Körbchen mit Blattgemüse, „und wollte dich fragen, was du da draus machen würdest.“
„Was hast du denn da?“
„Frisch getriebene Mangoldblättchen und Pak Choi.“
„Pak Choi, mhm was ganz Feines. Da sag noch Einer, aus China kämen nur Viren und Schutzmasken.“
„Ich würde gern irgendwas Kurzgebratenes oder Gedünstetes damit machen.“
„Dann versuch es doch mal mit Möhren, Zwiebeln, Reis und Teriyaki-Soße.“
„Teriwas?“
„Teriyaki. Das ist eine japanische Soße. Die kannst du entweder fertig kaufen oder du mischst Sojasoße, Zucker und Reiswein zu ungefähr gleichen Teilen und kochst das Ganze kurz auf und reduzierst bei schwacher Hitze, bis du die gewünschte Konsistenz hast. Manche nehmen auch Knoblauch und Ingwer dazu.“
„Ich glaube, ich schau mal nach der fertigen Soße. Reiswein und Sojasoße hab ich auch nicht vorrätig. Und das Gemüse einfach kurz anbraten?“
„Zunächst schneidest du aus zwei großen Zwiebelhälften Streifen. Dann zwei große Möhren schälen und in kleine Stifte teilen. Einen Esslöffel Rapsöl erhitzen. Darin die Karottenstifte und Zwiebelringe mit einer Prise Zucker anbraten. Von 500 Gramm Pak Choi zunächst die Blattrippen heraustrennen, in mundgerechte Stücke teilen und ebenfalls in die Pfanne geben und kurz scharf anbraten. Nun 3 Messerspitzen schwarzer Pfeffer, je zwei Messerspitzen Nelkenpulver und Fenchelpulver, je eine Messerspitze Anispulver und Zimtpulver sowie 5 Esslöffel Teriyaki-Soße und das in Streifen geschnittene Blattgemüse hinzufügen. Wenn vorhanden, gibst du noch einen Esslöffel Sesam hinein. Diese schnelle Gemüsepfanne schmeckt zu Reis oder auch Nudeln.“
„Donnerwetter, das hast du einfach so im Kopf?“
„Na ja, ich habe grad am Wochenende Chinakohl auf diese Art zubereitet. Nächste Woche hätte ich auch wieder nachschlagen müssen.“

Wirsingkohl mit Buchweizen und Schwarzwurzel

Als ich zum ersten Mal Buchweizen anbaute, fragte meine Gartennachbarin Frau B. misstrauisch: „Was ist das denn schon wieder für neumodischer Kram?“
Doch obwohl ich das Pseudogetreide seither regelmäßig anbaue, ernte ich die Nüsschen dieses Knöterichgewächses nicht mehr. Die Reife ist mir zur unregelmäßig. Damit ist das Ernten sehr mühselig und das Schälen mit der Handmühle war auch eine Erfahrung, die ich nicht wiederholen möchte.
Dennoch bestelle ich ganz gern ein Beet mit den wärmeliebenden Pflanzen. Die Insekten lieben die weiß-rosa Blüten, die Pflanzen taugen auch zur Gründüngung.
Zum Kochen verwende ich Buchweizen aus der Tüte.
Aber zunächst schäle ich 300 Gramm Schwarzwurzeln, 100 Gramm Knollensellerie, zwei Zwiebeln und zwei Karotten und schneide grobe, bissgerechte Stücke. Sechs mittelgroße Champignons putze ich und schneide sie in Scheiben.
In einer hohen Pfanne erhitze ich Rapsöl und gebe das ganze Gemüse und 100 Gramm rohen Buchweizen hinein. Dann wasche ich 300 Gramm Wirsingkohlblätter und schneide sie in zirka 1,5 Zentimeter breite Streifen gebe sie mit in die Pfanne und lasse sie kurz mitbraten. Zwei Knoblauchzehen zerquetsche ich und füge sie auch zum Gemüse. Danach gieße ich Wasser an, bis das Gemüse fest bedeckt ist und decke die Pfanne zu. Der Buchweizen benötigt das Wasser zum Garen. Hin und wieder sehe ich nach, ob noch ausreichend Flüssigkeit in der Pfanne ist und gieße bei Bedarf etwas Wasser nach. Wenn der Buchweizen gar ist, schmecke ich mit Pfeffer und Salz ab.
Ich sehe zur Uhr. Mein Fräulein Tochter hatte sich zum Essen angemeldet.
Mein Telefon klingelt. Bruce ist dran.
Er druckst herum. „Karo, du kochst doch gern?“
„Ja?“
„Es gibt da diesen Wettbewerb der Kleingärtnervereine.“
„Und?“
„Kennst Du unseren Nachbarverein?“
„Nehmen die jetzt auch am Wettbewerb teil?“
„Ja und ein Vögelchen hat mir gesungen, dass die jetzt ein Kochbuch mit den Lieblingsrezepten ihrer Gärtner gemacht haben.“
„Ach, das hab ich in der Post gehabt. Ich fragte mich schon, was das soll.“
„Das hab ich dir in den Briefkasten gesteckt, damit du weißt, worum es da geht und vielleicht so was Ähnliches für unseren Verein machen kannst.“
„Krieg ich Bedenkzeit?“
„Bis gestern!“
Es klingelt an der Tür.
„Ich melde mich“, flöte ich in den Hörer, lege auf und lasse meine Tochter Jasmin herein.
Im Flur greife ich das Kochbuch vom Altpapierstapel.
„Oh, Weiterbildung?“, scherzt das Fräulein Tochter.
Ich reiche ihr die Broschüre mit verzweifelter Geste. „Bruce will ein Kochbuch für unseren Verein.“
Jasmin blättert und zitiert aus dem Inhaltsverzeichnis: „Würstchen im Schlafrock, Pflaumen im Speckmantel, Grillsteak mit Käse überbacken. So was sollst Du auch machen?“
„Mhm.“
„Dem ist aber schon klar, dass du nix mit Speck, Butter oder“, Jasmin zeigt auf ein Brombeertortenrezept und zitiert: „Gelatine machst?“
„Ich weiß nicht.“ Er sagt, dass die das Kochbuch in ihrem Vereinsheim ausgestellt haben.
„Vereinsheim“, stöhnt Jasmin, „weißt du wie mein Freund die Bude nennt? Mettigelauffangstation.“

Kartoffelkuchen

„Das ist nett von Dir, aber danke. Vielleicht hast du ja wichtigere Termine.“
Mein zukünftiger Schwiegersohn zieht seine Haare zu einem straffen Dutt.
„Ach, das macht mir überhaupt nichts aus“, wiegele ich ab.
Mein Fräulein Tochter kommt zu uns. „Was gibst?
Deine Mutter will uns beim Zaunbau helfen.
„Und einen Kuchen bringe ich auch mit“, trumpfe ich auf.
„Kuchen ist immer gut. Wir sehen uns dann morgen.“
Die jungen Leute gehen und ich mache aus 250 Gramm Weizenmehl, 160 Milliliter Wasser und 30 Gramm Frischhefe einen Vorteig, den ich eine Stunde an einem warmen Ort gehen lasse bis er sein Volumen ungefähr verdreifacht hat.
Derweil werden 250 Gramm geschälte Kartoffeln gekocht.
Dann walke ich aus dem Vorteig, weiteren 500 Gramm Weizenmehl, die mittlerweile ausgekühlten und zerdrückten Kartoffeln, 50 Gramm feingehacktes Orangeat, 200 Gramm zerlassene Margarine, 1 Gramm Zimt, eine Prise Nelkenpulver und eine Prise gemahlener Kardamom ungefähr 10 Minuten bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist, der nicht mehr klebt. Anschließend füge ich 100 Gramm Rohrohrzucker und 10 Gramm Salz hinzu und knete nochmals durch. Zum Schluss 100 Gramm Rosinen unter den Teig heben und alles auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech ausbreiten, mit den Fingerspitzen kleine Dellen eindrücken und mit einem Gemisch aus 100 Gramm Rohrohrzucker, 70 Gramm zerlassener Margarine und einem Teelöffel Zimt übergießen. Nach weiteren 20 Minuten an einem warmen, zugfreien Ort schiebe ich das Blech auf mittlerer Schiene bei 180 ° C für eine halbe Stunde in den Backofen.
Am nächsten Morgen packe ich eine Thermoskanne Kaffee, ein paar Becher und meinen Kartoffelkuchen ein und mache mich auf den Weg in unsere Kleingartenanlage. Als ich eintreffe, ist die Erneuerung des Gartenzaunes bereits in vollem Gange. Ich schnappe mir einen Klappstuhl und lasse mich an einer Stelle nieder, von der ich das Baugeschehen gut überblicken kann.
„So sieht also Deine Hilfe aus, Mama“, tadelt mich Jasmin.
„Ich bin euer Joker. Falls es Schwierigkeiten gibt.“
Nicht, dass ich den jungen Leuten den Zaunbau nicht zutrauen würde, ich bin vor allem auf eine andere Entwicklung gespannt.
Wie nicht anders erwartet, dauert es nicht lange und die ersten Gartennachbarn machen den Kleingartenneulingen ihre Aufwartung.
„Neuer Zaun? Viel Arbeit, was?“
„Ja, ja viel Arbeit!“
„Aber der alte Zaun war doch noch gut.“
„Noch gut?“ Jasmins Philosophiestudent hält anklagend ein sichtlich angegriffenes Stück Holz hoch.
„Die Querriegel kommen meist zu erst. Viel Arbeit was?“
„Ja, ja viel Arbeit.“
„Hm, hier riecht es nach frischem Holz. Habt ihr die Latten vorher schon mit Holzschutz gestrichen?“
„Haben wir.“ Jasmin deutet auf zwei Böcke auf denen Latten zur weiteren Verwendung lagern.
„Könnt ihr dann bei mir gleich weitermachen, was?“
„Erstmal sehen wie weit wir hier kommen.“
„Und soll da später noch Farbe dran?“
„Wissen wir noch nicht. Wir dachten, wir lassen das Holz verwittern und es wird dann silbergrau.“
„Ich hab noch eine Büchse mit brauner Farbe.“
„Nein danke.“
„Trotzdem viel Arbeit.“
„Ja, ja viel Arbeit.“

Sandorn-Hagebutten-Suppe

„Ist das nicht schön?“ Mein Fräulein Tochter strahlt übers ganze Gesicht und lehnt sich an ihren Freund, der seine Blicke schweifen lässt wie ein Großgrundbesitzer.
Die beiden stehen vor einer zirka 200 Quadratmeter großen Kleingartenparzelle in unserer Anlage, nur einen Gartenweg von meinem Garten entfernt. Im Vordergrund rostet ein altes Rollreifenfass, dahinter schließen sich einige Rosensträucher und vier Sanddornbüsche an, die grade groß genug sind, um die alte Holzlaube pittoresk erscheinen zu lassen.
„Was habt ihr dafür bezahlt?“
„Das ist das Beste! Wir haben sogar noch vierhundertfünfzig Euro bekommen.“
„Aber dafür müsst ihr doch bestimmt noch viele Aufgaben erfüllen?“
„Die drei großen, alten Stubben und die Zuckerhutfichte müssen wir roden, den frei stehenden Schuppen dahinten abreißen und vierzig Quadratmeter Gemüsebeete neu anlegen. Wollen wir mal reingehen?“
Ich nicke.
Wir betreten den Weg aus alten Betonplatten, der schnurgrade vom Gartentor zur Gartenlaube führt.
„Den müssen wir auch noch neu gestalten.“ Jasmin beschreibt mit großer Geste den Bogen, in dem der künftige Weg vom Tor an die Grenze zur Nachbarparzelle und weiter zum Gartenhaus verlaufen soll.
Neben der Laube liegt ein Riffelblech.
„Was ist denn da drunter?“ Ich bücke mich und versuche die Metallplatte anzuheben.
„Ach“, wiegelt das Fräulein Tochter ab, das ist eine alte Grube, die müssen wir auch noch verfüllen. Unter dem Blech ist der Rand eines eingegrabenen Fasses zu sehen. Ein beißender Geruch schlägt uns entgegen. „Das ist ja widerlich.“ Ich wende mich ab.
„Der alte Pächter hat gesagt, dass er jahrelang nichts mehr da reingetan hat“, nörgelt Jasmin.
„Riecht nicht so“, stellt der neue Hausherr fest und nestelt an seinem Dutt.
„Das kriegen wir schon hin, nicht?“ Jasmin knufft ihren Philosophen in die Seite.
Bei den Sanddornsträuchern, stelle ich fest, dass die Beeren reif sind. Sie sind kräftig orange, weich und auf der Oberfläche leicht glasig.
„Komm, wir pflücken gleich.“ Jasmin holt eine Schale. Ihr Freund zupft unterdessen Hagebutten von den Rosenbüschen. „Lass noch welche für die Vögel dran“, instruiert ihn das Fräulein Tochter. „An diesem Sanddorn hier sind gar keine Beeren“, wundert sie sich. „Das könnte daran liegen, dass das ein männlicher Strauch ist“, mokiert sich ihr Galan.
„Ich wollte nur mal testen, ob du das weißt“, schmollt Jasmin.
Sie legt Folien unter die weiblichen Sanddornpflanzen. „Für den Fall, dass welche runterfallen“, kommentiert sie. Vorsichtig beginnen wir mit der Ernte. „Nachher zählen wir, wer die wenigsten Kratzer hat“, ruft Jasmin fröhlich.
Zuhause halbieren wir 250 g Hagebutten und entfernen die Kerne. Wir setzen sie zusammen mit 150 g gewaschenen und zerdrückten Sanddornbeeren, 50 g Zucker, 20 g geschältem und fein gehacktem Ingwer und einem halben Liter naturtrübem Apfelsaft für 20 Minuten zum Köcheln auf.
Danach ziehen wir den Pürierstab kurz durch die Suppe, würzen mit Vanillezucker und Zimt und servieren mit Birnenstückchen, gehackten Walnüssen und Zwieback.

Tote Oma versus toter Waschbär

Wenn junge Menschen, wie zum Beispiel meine Tochter Jasmin, sich sehr früh für eine vegane Lebensweise entscheiden, dann kennen sie oft Gerichte wie Eisbein oder Kassler mit Sauerkraut gar nicht. Ein weiteres Sauerkrautgericht meiner Kindheit war Grützwurst auch kurz und herzlos „Tote Oma“ genannt.
Nun leuchten mir die vielen Gründe für tierleidfreie Ernährung ja durchaus ein. Andererseits sind da diese Gerüche und Geschmäcker der Kindheit. Wer kennt ihn nicht, den Heißhunger, der sich überfallartig einstellt, wenn bestimmte Gerüche aus einem geöffneten Küchenfenster dringen.
Bei Grützwurst mit Sauerkraut und Salzkartoffeln habe ich mir ein eigenes Rezept gebastelt, das ohne Schweinebauch und Schweineblut auskommt.
Ich schneide 250 Gramm Räuchertofu in feine Würfel und röste diese in zwei Esslöffeln Rapsöl zusammen mit 100 Gramm Zwiebelwürfeln an. Ich koche Kidneybohnen, Bulgur und Belugalinsen.
250 Gramm Kidneybohnen und 100 Gramm geschälte und gekochte rote Bete werden dann mit 10 Gramm Salz, 2 Gramm gemahlenem schwarzen Pfeffer, 1 Gramm gemahlenem Kümmel, 2 Gramm frischem Majoran, 2 Gramm gemahlenem Piment und einer kräftigen Prise Zimt im Mixer püriert. Unter die entstandene Masse werden dann 125 Gramm Belugalinsen, 125 Gramm Bulgur und die gebratenen Tofu- und Zwiebelwürfel gehoben.
Das Fräulein Tochter assistiert mir in der Küche. Wohl auch, weil sie ein Glas voll als Brotaufstrich abgreifen will. Demonstrativ versieht sie das Etikett mit dem Wort GrützVurst.
Auch aufgewärmt schmeckt die Masse hervorragend. Doch wir bereiten Sauerkraut mit Apfel und Salzkartoffeln zum Sofortverzehr.
Nach dem Essen fragt das Fräulein Tochter: „Und das habt ihr echt „Tote Oma“ genannt?“
Ich nicke stumm.
Unser Verdauungsspaziergang führt in Richtung Garten. Mein Garten liegt nur eine viertel Stunde zu Fuß von meiner Wohnung entfernt.
Auf halbem Weg begegnen wir Bruce.
„Gehst du schon nach Hause?“, fragt das Fräulein Tochter kess und fügt hinzu: „Ich habe heute meine erste tote Oma gekocht und gegessen.“
„Schön für dich“, antwortet Bruce zerstreut.
„Tote Oma? Verstehst du?“
„Besser tote Oma als toter Waschbär“, antwortet Bruce ernst und fügt nach kurzer Pause hinzu: „Mir ist schlecht. Den Gestank könnt ihr euch nicht vorstellen.“
„Ein toter Waschbär in unserer Kleingartenanlage?“
„Heute früh bat mich Pierre in seinen Garten. Schon am Eingang seiner Parzelle stank es ganz gewaltig. Erst dachten wir an einen Fuchs oder Marder, der sein Revier markiert hat. Aber dann haben wir unter Pierres Holzterrasse den Kadaver eines Waschbären gefunden. Der muss da schon eine Weile gelegen haben, denn es ringelten sich schon die Maden aus den Augenhöhlen. Das war wie in einem Horrorfilm.“
Bruce schüttelt sich.
„Und wo ist der jetzt?“
„Pierre?“
„Unsinn, der Waschbär.“
„Pierre hat ihn einen Müllsack gesteckt und beim Tierschutz angerufen.“
„Tierschutz? Ist das nicht ein bisschen spät?“
Meine Tochter reicht Bruce das Glas GrützVurst und fragt mitleidig: „Tote Oma?“
„Nein Danke. Kein Appetit heute.“

Lasagne mit roter Bete

Bruce und Pierre stehen bei Rapunzel am Zaun und schwatzen mit ihr. Als ich dazu komme schweigen sie.
„Was ist los? Habt ihr etwa Geheimnisse?“
Die drei schütteln die Köpfe. Bruce zeigt auf ein Beet in dem rote Rüben stehen. „Ich sagte nur eben zu Rapunzel, dass sie Glück gehabt hat, dass sie damals so viel Feldsalat gemacht hat. Heute müssten wir sie vermutlich rote Rübe nennen.“
„Ich dachte ihr nennt mich Rapunzel, weil ich so schöne, lange Haare hab“, kokettiert die Geneckte und dreht einen ihrer Zöpfe um den Zeigefinger.
„Oder so“, sagt Bruce und zu mir. „Ich hab gehört, deine Jasmin wird langsam erwachsen?“
Pierre fragt: „Ist sie schwanger?“
Und Rapunzel: „Oder heiratet sie den bärtigen Philosophen mit dem Dutt?“
„Mein Fräulein Tochter erzählt mir zwar schon lange nicht mehr alles, aber das wüsste ich vermutlich schon. Keine Ahnung was du meinst, Bruce.“
„Nein“, raunt Bruce, „sie hat sich um einen Garten beworben.“
„Ach das meinst du. Will sie wirklich immer noch eine Kleingartenparzelle? Ich dachte das wäre nur so eine Phase. Wird denn bald was frei?“
„Das schon“, Bruce spannt seine Daumen unter die Träger seiner Latzhose, „aber wir haben viele Bewerber. Wir werden wohl einen Aufnahmetest einführen müssen.“
„Au ja“, freut sich Pierre, „zum Beispiel: Nennen sie drei Einrichtungsgegenstände, die für Sie in einem Kleingarten sehr wichtig sind.“
„Genau und wenn der Bewerber dann Grill, Pool und Trampolin schreibt, dann kommt er gar nicht erst auf die Warteliste“, ergänzt Bruce.
„Da hat Jasmin kein Problem. Die schreibt da glatt Frühbeet, Kompostbehälter und Gewächshaus. Die hat doch mit ihrem Philosophen schon bei den Stadtgärtnern mitgemacht. Essbare Stadt und so, erinnert ihr euch?“
Rapunzel fragt: „Will jemand rote Bete?“
Sie reicht eine Rübe von der Größe eines Kinderhandballs herüber. Ich nehme ihr das Gemüse ab. „Ich hab auch noch ein Rezept für dich.“ Rapunzel steckt mir einen Zettel zu.
Wir zerstreuen uns.
Zu Hause koche ich zunächst die rote Bete. Ich schäle die Zwiebel und röste sie in einem EL Olivenöl an. Die zwei Karotten schäle ich ebenfalls, hacke sie zusammen mit 60 Gramm geputzten Champions sehr fein und gebe alles zu der Zwiebel in die Pfanne. Dann schäle ich die gekochte rote Rübe und schneide feine Würfel daraus. 300 Gramm Rübenwürfel kommen ebenfalls in die Pfanne. Nach zirka 5 Minuten gebe ich 60 Milliliter Mandelsahne, einen Esslöffel Rübensirup, Pfeffer, Salz und Oregano dazu und lasse alles weitere 5 Minuten köcheln.
Dann rühre ich mit dem Schneebesen 3 Esslöffel Mehl in 2 Esslöffel zerlassene Margarine, lösche, immer weiter rührend, mit 350 Milliliter Sojamilch ab bis eine streichfähige Sauce entstanden ist. Diese Sauce würze ich mit Pfeffer, Salz und geriebenem Muskat.
Ich heize den Ofen auf 160 °C vor und gebe 250 Gramm Lasagneblätter wie folgt in eine mit Olivenöl ausgepinselte Form: Lasagneblätter, Hälfte der Füllung, Lasagneblätter, Rest der Füllung, Lasagneblätter, Mehl-Muskat-Sauce und darüber drei EL Hefeflocken verteilen. Die Backzeit beträgt zirka 40 Minuten.