Hehhh Duhhh – Wer ich? – Genauhhh

MitmachBlog

Liebe LeserInnen,

Sie kennen das vielleicht. Auf dem Weg zum Gemüsehändler des Vertrauens muss der Hermannplatz, der Weinbergsweg oder der Bahnhofsvorplatz überquert werden.

Genau in die geplante Strecke schlendert rein zufällig ein junger Mann in Sportswear und zischt, kaum in Hörweite: „Hschsch“

Oder: „MDMA?“

Oder: „Was willst Du?“

Mir ist einmal rausgerutscht: „Sellerie.“ Das war in diesem Augenblick zwar nicht die ganze Wahrheit, aber auch nicht komplett gelogen, denn ich brauchte Suppengrün.

Ich lernte beim Anblick der mir angebotenen Ware sogleich, dass flüstern und nuscheln und spontan verkürzte Wünsche zu schwerwiegenden Missverständnissen führen können.

Denn ein laut und deutlich ausgesprochenes SUPPENGRÜN hätten mir den zornigen Blick des Ecstasydealers erspart.

Klare Grüße aus dem Garten

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Ach übrigens

MitmachBlog

Liebe LeserInnen,

meine Nachbar vom Planeten Dings ist zurück. Nicht, dass er sich schon bei mir gemeldet hätte, aber meine Nachbarin Frau Anderlecht rief mir gestern über zwei Treppen zu, dass sie ihn gesehen hat.

Da fragte ich mich sofort, was um alles in der Welt Frau Anderlecht annehmen läßt, dass es mich interessiert, ob mein Nachbar vom Planeten Dings in unser Städtchen zurückgekehrt ist?

Zeit für eine Plauderei hatte Frau Anderlecht nicht.

Also wende ich mich an Sie, liebe LeserInnen.

Mein Nachbar vom Planeten Dings ist also zurückgekommen von seinem Karnevalabenteuer.

Was las ich neulich auf einem von mir verfolgtem Blog? Am Arsch vorbei geht auch ein Weg.

Welcher war das noch? Also Blog, meine ich. Ich hab mittlerweile so viele im Reader, da verliere ich oft den Überblick.

Also wenn Ihnen der Satz bekannt vorkommt, melden Sie sich ruhig bei mir, ich knüpfe dann an dieser Stelle…

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Bärlauch-Hirse-Bratlinge mit Löwenzahnsalat

Bruce und Pierre werkeln hinter dem Haupteingang zu unserer Kleingartenanlage an einer Holzkiste. Darin befand sich der Streusand. Gartenfreunde, die Winterdienst auf den an unser Vereingelände angrenzenden Bürgersteigen verrichteten, benötigten im vergangenen Winter reichlich Sand. Nun ist die Kiste leer. Die ideale Gelegenheit morsche Bretter auszuwechseln.

Als die beiden mich sehen, unterbrechen sie ihre Arbeit.

„Na“, fragt Bruce, „brauchst du Löwenzahn?“ Er deutet auf junge Triebe, die rings um die Kiste aus dem Boden geschossen waren.

„Natürlich!“ sage ich im vorüber gehen. „Ich hole nur schnell meinen Unkrautstecher.“ Bruce und Pierre werfen sich vielsagende Blicke zu. Pierre macht mümmelnde Mundbewegungen.

„Das habe ich gesehen.“, sage ich.

Pierre grinst.

Die Ausbeute ist beachtlich. Ich schneide die Löwenzahnwurzeln ab und wasche die Blätter gründlich. 800 g reichen für vier Personen. Aus 12 EL Olivenöl, 4 TL Senf, 4 EL Essig und vier zerstampften kleinen Pellkartoffeln mische ich ein Dressing. Frisch gemahlener Pfeffer und Salz runden die Sache ab. Die Pellkartoffeln im Dressing mildern die Bitterstoffe der Löwenzahnblätter. Diesen Bitterstoffen verdankt der Löwenzahn auch seine appetitanregende Wirkung. Ein idealer Kandidat für Vorspeisen.

Das Fräulein Tochter kündigt telefonisch einen ihrer alljährlichen Frühjahrsbärlauchschnorrbesuche an.

„Was willst denn machen? Pesto?“, frage ich.

„Mamma, ich habe schon was gemacht, aber ich brauche mehr Bärlauch.“

„Was hast du denn gemacht?“

„Bärlauch-Hirse-Bratlinge. Ich bringe gleich mal welche mit.“

Seit einigen Jahren entwickelt sich mein Bärlauchbestand zufriedenstellend. Unter einem opulenten Fliederbusch sprießen die leckeren Blätter im Frühling aus dem Boden. Jetzt, wo ich genauer hinschaue, entdecke ich auch die Stelle, die meine Tochter bereits beerntet hatte. Wenigstens kann sie hier den Bärlauch nicht mit giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechseln, denke ich.

Kipirr!“ Meine Gartentürschelle scheppert. Das Fräulein Tochter trägt eine Vorratsdose zum Grill vor meiner Laube.

Für die Bratlinge hatte das Fräulein Tochter eine Zwiebel (70 g) fein gehackt und in Rapsöl angebraten, 300 g Hirse gewaschen und in 600 ml Gemüsebrühe zirka 10 Minuten geköchelt und dann eine feingewürfelte Karotte (110 g) dazugegeben und alles weitere 15 Minuten bei wenig Hitze quellen lassen. Eine gute Hand voll Bärlauchblätter wurden mit 4 El Rapsöl püriert und zusammen mit den Zwiebelstückchen, je einer kräftigen Prise Muskat, Salz und Pfeffer und einer Tasse Semmelbrösel unter die Hirsemasse gerührt. Zum Schluss formte sie mit angefeuchteten Händen Bratlinge und briet diese von beiden Seiten kurz an.

Wir heizen den Grill, verpassen den Hirse-Bärlauch-Frikadellen etwas mehr Bräune, naschen Löwenzahnsalat und beschließen die Handwerker an der Streusandkiste zu beköstigen. Pierre und Bruce langen kräftig zu.

„Und“, frage ich, „gut?“

„Hm“, schmatzt Bruce, „für Hasenfutter sogar sehr gut.“

Das Treffen

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Liebe LeserInnen,

meine Nachbarin Frau Anderlecht und ich haben uns auf einen Kaffee verabredet.

Ich nehme Kurs auf ein sanierungsbedürftiges Haus. In den neunziger Jahren war es von jungen Leuten besetzt worden. Ursprünglich befand sich dort im Erdgeschoss das Cafe Heber. Es versank Mitte der achtziger Jahre in einen Dornröschenschlaf. Das H vom Namen des ehemaligen Betreibers hatte der Zahn der Zeit von der Fassade genagt. Den Hausbesetzern gefiel der Name „Cafe eber“ offenbar nicht. Sie montierten kurzerhand das e kopfüber und fertig war das „Cafe aber“.

Heute sind die Räume des Cafes renoviert und über der Tür leuchtet der neue Name in bunten LED-Lettern „Cafe A-Z“. Im Viertel wird es jedoch weiter „Cafe aber“ genannt. Soll noch einer sagen, Provisorien hielten nicht.

Frau Anderlecht erwartet mich bereits. Sie hat vor sich eine Tasse Milchkaffee und rührt versonnen darin herum. Als sie mich entdeckt huscht ein Lächeln über ihr Gesicht.

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Dankeschön & Blumengruß

MitmachBlog

Die unbestechliche WordPress-Statistik hat mir geschrieben.

Am heutigen Tag erhielt ich das 500. Like auf dem schönen Mitmachblog.

likeable-blog-500-2x

Dafür möchte ich ganz herzlich Danke sagen.

Danke an alle Leser.

Danke für das Interesse.

Danke für die Likes.

Ich freue mich, wenn Euch meine Beiträge gefallen, obwohl sie ja meist haarscharf am vorgegebenen Thema vorbei gehen.    😉  🙂  😀

Ein besonderer Dank geht natürlich an alle, die sich die Mühe gemacht haben, den Beiträgen sowohl auf dem Mitmachblog, als auch auf meinem Heimatblog ein Like zu verpassen.

Doppellike gewissermaßen.  🙂

Last but not least: Danke an alle meine Follower, die den 16 Beiträgen vom Mitmachblog auf meinem Heimatblog insgesamt über 1500 weitere Likes gaben.

Motivierte Grüße aus dem Garten

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Der Brief

MitmachBlog

Liebe LeserInnen,

heute früh erhielt ich von meiner Nachbarin Frau Anderlecht einen Brief, der ganz offenbar so schlampig adressiert wurde, dass der Postbote ihn zunächst in ihren Briefkasten geworfen hat, obgleich er wohl für mich bestimmt ist.

Frau Anderlecht entschuldigte sich vielmals. Sie hätte ihre Lesebrille nicht parat gehabt und so das Kuvert geöffnet, ohne es vorher genauer anzusehen. Aber als sie dann etwas von Perlen und einem Mitmachblog gelesen hätte, da sei ihr blitzartig klar geworden, dass es sich hier nur um eine Verwechslung handeln könne, und so brächte sie mir nun den, von ihr keineswegs zu Ende gelesenen Brief, weil ich mit hoher Wahrscheinlichkeit die richtige Adressatin sei.

Ich beruhigte Frau Anderlecht und erinnerte sie an die zahlreichen Fehlwürfe diverser Postboten, ohne die unser nachbarschaftliches Verhältnis noch loser wäre. Wir versicherten uns gegenseitig, demnächst nun aber wirklich gemeinsam Kaffee zu trinken.

Frau Anderlecht ging und ich entnahm dem…

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Anarchie

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Liebe LeserInnen,

was wählt Karo-Tina Aldente, wenn sie sich zwischen Perlen, Lutherjahr, Abflug und Anarchie entscheiden soll?

Gut ich hätte die Antwort vielleicht nicht als Überschrift nehmen sollen.

Nächste Frage:

Was macht jemand, der sich für Anarchie entschieden hat, aber einen Beitrag zum Thema Perlen schreiben soll?

Richtig! Er schreibt nicht über Perlen.

Folgerichtig schreibe ich über das Lutherjahr.

Nee. Das haben Sie jetzt nicht geglaubt, oder?

Was war noch das vierte? Ah-ja Abflug.

Da fällt mir ein, dass mein Nachbar vom Planeten Dings seit einigen Tagen verschwunden ist. Seit er Liane Schiwy in Mainz belästigt hat, hörte ich nichts mehr von ihm. Dem wird doch nichts passiert sein? Verschollen im Karneval vielleicht?

Das wäre eigentlich auch eine schöne Überschrift: Verschollen im Karneval
Zwischenüberschrift: Kölner, Mainzer und Düsseldorfer können sich im Fall eines Vermissten nicht über die Zuständigkeit einigen

Aber nun habe ich ja schon Anarchie drüber geschrieben. Wenn ich…

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Valentins Versatile

Vielen Dank an den Autor namens Christoph für die Nominierung zum Versatile Award.

Es ist mir eine ganz besondere Ehre, ausgerechnet am Valentinstag zum dritten Male sieben Fakten zu diesem kleinen Koch- und Gartenblog aufschreiben zu dürfen.

Ich bin dabei in guter, nein, in bester Gesellschaft, denn mit mir wurden die Blogger

Andrea Maluga,

Monika-Maria Eliah Windtner,

Arne Dehn,

das mysteriöse G,

Hanna-Linn Hava,

und

der geheimnisvolle Nick nominiert, zu deren jeweiliger Followerschar ich mich zählen darf und die, wenn ich das richtig sehe, auch in meinem Gefolge anzutreffen sind.

versitle-blogger-bw

Valentinstag 2017 also, ein Tag wie geschaffen für die sieben Fakten eines Versatile Awards.

Doch bevor es hier wieder in der Gerüchteküche zu brodeln beginnt, sei angemerkt, dass Christoph genausowenig mein Partner, wie fraggle 99  mein Nachbar vom Planeten Dings ist.

Am offiziellen Blumen-, Parfum- und Pralinen-Einkaufstag der Verliebten und derer, die sich dafür halten und erst recht derer die darauf hoffen sich einmal verlieben zu können, gibt es nicht Schöneres, als Liebe Glück und Zufriedenheit zu verbreiten, indem bekannt gegeben wird, dass eines der „Wesen hinter dem Blog“ (um an dieser Stelle abermals Roxana zu zitieren) über veritable Suchterfahrungen verfügt.

Außerdem hat auch Gevatter Hein schon einmal zu einem ausführlichen Blick über die Kante geladen. Das Ganze geschah im Rahmen einer sehr ausgeprägten Krebserkrankung, die von den behandelnden Ärzten den Einsatz aller zur Verfügung stehenden Methoden verlangte, als da wären: Chemotherapie, Strahlentherapie, mehrere Operationen sowie umfangreiche Antibiotika-Gaben, um die sich als Kollateralschäden einstellenden Infektionen zu unterbinden.

Der Garten, aus dessen Werden und Wachsen sich einige Geschichten dieses Blogs speisen, besteht eigentlich aus zwei Parzellen. In diesen Parzellen stehen je eine Laube und ein Gewächshaus.

Gekocht wird sowohl elektrisch, als auch mit Gas und über Holzkohle bzw. über offenem Feuer. Das kommt immer darauf an, wo gerade Speisen zubereitet werden.

Obgleich die AutorInnen sich seit einigen Jahren vegan ernähren, sind sie nicht untergewichtig.

Das soll es für heute gewesen sein. Wie immer hab ich nicht genau gezählt aber gefühlt sieben Fakten waren es auch dieses Mal und ein paar Fakten müssen für künftige Nominierungen aufgehoben werden, denn obwohl von diesem Blog seit dem dreihundertsten Follower  keine Nominierung mehr ausgesprochen wurde, konnte der Bann des Nominiertwerdens noch nicht gebrochen werden.

Da fällt mir auf, das der Beitrag Letzter “Liebster Award” genau sieben Monate zurück liegt.

Sieben Fakten, sieben Monate, wenn das mal nichts zu bedeuten hat.

Zahlenmystisch geraunte Valentinsgrüße

aus dem Garten an alle Leser und Follower

und natürlich auch an die Dings – ähm – na hier, jetzt sag schon – war auch was mit Vau –

an die …

Na?

Na?

… an die Verliebten.   ❤

Da haben wir es doch.   🙂

 

Der Verdacht

MitmachBlog

Liebe LeserInnen,

mein Nachbar vom Planeten Dings nervt.

Seit er glaubt mit mir eine Verabredung für den Mitmachblog zu haben, nimmt er in regelmäßigen Abständen Kontakt zu mir auf.

Eben rappelt es an meiner Wohnungstür wie ein Hagelschlag. Mein Nachbar legt mit zwei Kinderskistöcken ein Trommelsolo hin. Die Skistöcke standen schon seit einigen Tagen für jedermann im Weg herum. Leider schaffen es manche Mitmenschen nicht, ihren Nachwuchs davon zu überzeugen, dass Wintersportutensilien spätestens bei der Abwesenheit von Schnee wieder in den Keller geräumt werden können.

Ich öffne die Tür. „Was?“

„Oh – ich wünsche einen guten Tag!“ Mein Nachbar schaut gespielt verwundert und stellt die Skistöcke zurück in den Haufen aus Schlitten und Plastikrutschdeckeln. „Warum so unwirsch?“

„Na hör mal, meine Tür ist doch kein Schlagzeug.“

„Ich wollte nur mal fragen, wie weit du mit dem Wochenthema bist?“

„Was war das noch?“

„Was verstehen wir eigentlich unter Behinderung?“

„So was…

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Kind sein ist wie Fahrradfahren

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Liebe LeserInnen,

die Schatzmeisterin unseres Kleingärtnervereins bat mich um Hilfe bei der Erstellung der alljährlichen Mitgliederrechnungen. Ich widmete mich den Listen und Zahlen. Ich tippte und druckte und faltete und füllte Briefumschläge, zehn, fünfzig, zweihundert.

Ich verstaue mein Werk, nach Postleitzahlen sortiert, in Plastetüten und will es überreichen.

„Das hast du prima gemacht.“, sagt die Schatzmeisterin und hustet und schnieft und schnäuzt in ein Papiertaschentuch. „Ich hätte da noch eine Bitte.“, fährt sie fort.

Ich verstehe, die Sonne scheint, es ist Wochenende und ich wollte ja eigentlich sowieso einen Spaziergang machen, vielleicht nicht unbedingt einen so langen Spaziergang. Ich könnte mein Fahrrad aus dem Keller holen.

„Ich hole mein Fahrrad aus dem Keller!“, höre ich mich sagen.

Die Schatzmeisterin lächelt mich dankbar an.

Hatte ich schon erwähnt, dass ich schlecht NEIN sagen kann?

Mein Fahrrad ist eins fix drei startklar. Ein wenig Luft pumpen, ein paar Tropfen…

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