Achtmillionster „Liebster Award“

Früher, schreibe ich und komme mir alt und weise vor, früher so vor fünfzehn oder fünfundzwanzig Monaten, da lernte ich den „Liebster Award“ als ein Vernetzungsspielzeug kennen, das Bloggern mit weniger als dreihundert Followern dazu dienen sollte, in Bloggersdorf auf sich aufmerksam zu machen.

Aber das war früher. Nach zahlreichen anderen Award-Versionen ist nun wieder eine Nominierung zum „Liebster Award“ ins Haus Aldente geflattert und zwar vom achtmillionsten Mamablog.

Nicht das jemand denkt, ich könnte Alexandra nicht leiden. Nein! Die Bezeichnung „Der achtmillionste Mamablog“ hat sich Alexandra, selbstironisch wie sie ist, ganz allein ausgesucht. Und in der URL steht dann auch noch: Mamastehtkopfblog, was die Blogbeschreibung auf das Angenehmste abrundet. Schaut doch mal bei ihr vorbei.

Vielen Dank für die Nominierung kopfstehende Alexandra, es ist mir eine Ehre.

Natürlich ignoriere ich das Regelwerk und beantworte nur die Fragen.

Hätte man Dir früher gesagt, dass Du mal bloggen wirst, was hättest Du geantwortet?

Hä? Bloggen? Issndas?

Wann findest Du die Zeit zum Schreiben?

Zu selten.

Fünfhundert Euro und einen Tag frei. Was machst Du?

Ich kaufe mir noch einen freien Tag oder zwei.

Familienhotel oder Campingplatz wo finde ich Dich?

Wenn nur diese beiden zur Auswahl stünden, dann wohl Campingplatz.

Bald ist Fasching! Muffel oder Jeck? Und warum?

Ich habe zu derlei Veranstaltungen ein eher distanziertes Verhältnis. Muffel würde ich jetzt aber auch nicht grad – ok ich geh als Muffel.

Wenn Du in die Vergangenheit reisen könntest, in welchem Jahr würdest Du landen?

Ich würde nicht in die Vergangenheit wollen. Das war mir alles zu gruselig.

Was ist Dein ganz persönlicher Inbegriff von Glück?

Wenn ich meiner Kreativität freien Lauf lassen kann.

Welche Filme gehen für Dich im Kino gar nicht?

Splatterhorror.

Salat oder Steak? Bier oder Wein?

Salat und Ingwertee.

Dein Leben in zehn Jahren. Wie sieht das aus?

Na super!

Ich sitze im Garten am Computer und beantworte die Fragen der achtmillionsten Liebster-Award-Nominierung.

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Gefüllte Chicorée-Schiffchen

Von den Jahreszeiten sind mir Frühling und Herbst die liebsten. Auf die letzten warmen Herbsttage sollte unmittelbar ein angenehmer Frühling folgen.

Doch wenn ich mich nur zwischen Sommer und Winter entscheiden könnte, hätte ich ein Problem. Denn obgleich ich Kälte nicht mag, ist der Umgang mit ihr irgendwie einfacher, als mit Hitze. Im Winter einen zusätzlichen Pullover überstreifen kann jeder, bei 38 Grad Celsius im Schatten ist mit Kleidung ablegen irgendwann Ende im Gelände. Außerdem kann ich auch mit mehreren warmen Kleidungsstücken übereinander gezogen noch Gartenarbeiten verrichten, ohne dabei ins Schwitzen zu geraten. Alles eine Sache des textiltechnischen Feintunings.

Als universelles Kleidungsstück hat sich meine Latzhose erwiesen. Im Sommer schlabbert sie mir angenehm um die Beine und lässt jeden Windhauch passieren und im Winter kann ich sie gewissermaßen als Oberpelle über Strumpfhose und Jogginghose verwenden.

So präpariert, können mich selbst tiefste Temperaturen nicht schrecken. Auch viel Bewegung macht mir dabei nichts aus, außer, wenn ich am Morgen eine Strumpfhose mit ausgeleiertem Gummibund aus dem Schrank gefischt und angezogen habe. Dann gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder ich kehre noch einmal zum Schrank zurück und verändere die Kleidungsordnung oder ich fasse alle paar Minuten mit den Händen seitlich vom Hosenlatz nach der Kordel von der Trainingshose, zupfe diese auf, greife den Bund der Strumpfhose, ziehe diesen unter Zuhilfenahme rhythmischer Bein- und Hüftbewegungen nach oben und fummele schließlich wieder eine Schleife in die Sporthosenhalteleine. Sinnvollerweise sollte die Prozedur begonnen werden, bevor die Strumpfhose den Schlüpfer mit auf Expedition zur Südhalbkugel genommen hat.
Diese Verrichtung nimmt natürlich eine Menge Aufmerksamkeit in Anspruch. Schließlich soll ja nicht zu viel Kaltluft zwischen die Kleidungsstücke geraten.

„Hrm, hrm!“ Ich höre hinter mir ein Räuspern. Ich zurre die Kordel fest, rücke meine Pudelmütze grade und drehe mich um. Am Zaun steht Lutz, der wegen seiner Ähnlichkeit mit dem französischen Schauspieler Pierre Richard von allen nur Pierre genannt wird.

„Du hast mich erschreckt. Wie lange stehst du schon da?“ frage ich.

„Och, noch nicht so lange. Sah interessant aus. Was treibst Du da?“

„Strumpfhose rutscht“, gebe ich mürrisch zurück.

„Willst du Chicorée?“

„Ja!“ Meine Laune bessert sich augenblicklich.

Pierre reicht mir einige Zichorienknospen.

„Was wirst du daraus machen?“, fragt er überm Gehen.

„Och, vermutlich was Kaltes. Von den sechs Chicorée löse ich zirka 20 bis 25 Blätter ab. Den Rest gebe ich mit 50 Gramm eingeweichten Cashewkernen, je 50 Gramm geputztem und kleingehacktem Knollen- und Staudensellerie, je einem Teelöffel edelsüßem Paprikapulver, Zitronen- und Rote-Bete-Saft, je einem Esslöffel Olivenöl und Sojasauce und einer großen Gemüsepaprika und einem Stängel Petersilie in den Mixer. Die Creme auf die Chicorée-Schiffchen streichen – fertig.“

„Kannst du mir das aufschreiben?“

„Mach ich und schönen Dank nochmal.“

Zaubernussecken

In unserem Verein feiern wir seit einigen Jahren im Januar einen Neujahrsempfang. Der Vorstand lädt alle neuen Vereinsmitglieder zusammen mit den Ehrenmitgliedern und den Mitgliedern ein, die im vergangenen Jahr besonders viele Stunden ehrenamtlich Arbeit geleistet haben.

Der Vorstandsvorsitzende nutzt diese Gelegenheit zu einem kleinen Jahresrückblick, abseits eines förmlichen Geschäftsberichtes und gibt eine kurze Vorschau auf die künftigen Arbeitseinsätze und natürlich auf die geplanten Vereinsfeste. Auch einen Vereinsausflug soll es wieder geben.

Zu lange darf sich der Vorstand allerdings nicht bei der Vorrede aufhalten, denn der Kaffee ist schon ausgeschenkt. Der Glühwein duftet verführerisch aus dem elektrisch beheizten Kessel und die ersten Gartenfreunde haben schon den einen oder anderen Keks verputzt. Endlich hebt der Vorsitzende sein Sektglas und nach dem gemeinsamen Prosit auf das neue Gartenjahr hebt ein geschäftiges Klappern und Schwatzen an.
Erst als die Gartenfachberaterin die Fragebögen für ein Gartenquiz verteilt, wird es etwas ruhiger. Jeder, der weiß, in welchem Abstand zur Parzellengrenze eine Süßkirsche mindestens gepflanzt werden muss oder ob sich Kartoffeln und Erdbeeren in einem Beet vertragen, kann nun kleine Preise gewinnen.

Fester Bestandteil des Neujahrsempfangs ist auch der Auftritt unseres Zauberkünstlers. Er verblüfft die Kleingärtner gern mit Kartenkunststücken, magischen Ringen und Seilen. Nur Unkraut kann er leider nicht verschwinden lassen.
In diesem Jahr hat er mich gebeten, Nussecken zu backen.

Ich mischte 300 Gramm Weizenmehl, 600 Gramm Vollkorndinkelmehl, 360 Gramm Rohrohrzucker, den Inhalt von zwei Päckchen Vanillezucker und einem Päckchen Backpulver, schmolz 400 Gramm Margarine in einem Topf und gab sie zusammen mit zwei pürierten Äpfeln und acht Esslöffeln Wasser zu der Mehlmischung. Nach und nach verrührte ich mit einem Löffel alles zu einem Teig. Den Teigballen bestäubte ich mit Mehl und knetete ihn mit den Händen auf zwei gefettete und bemehlte Backbleche.
Anschließend strich ich acht Esslöffel Aprikosenkonfitüre auf dem Teig.

Für den Belag zerließ ich weitere 340 Gramm Margarine in einem Topf und rührte 280 Gramm Kristallzucker und 16 Gramm Vanillezucker (zwei Päckchen) hinein. Nach kurzem Aufkochen gab ich 400 Gramm gemahlene und 200 Gramm gehackte Haselnüsse sowie acht Esslöffel Wasser hinzu, verrührte alles und verteilte die Masse gleichmäßig auf dem Teig.

Dann wurde bei 175 Grad Umluft 25 Minuten im vorgeheizten Backofen gebacken und nach kurzem Abkühlen die Ecken geschnitten.

Zwei Tafeln Zartbitterschokolade ließ ich im Wasserbad schmelzen und träufelte sie mit einem Löffel über die Nussecken.

Vor der Veranstaltung überreichte ich mein Backwerk dem Magier.

Der holt sich jetzt eine Junggärtnerin als Assistentin auf die Bühne und lässt sich von ihr aus einem Hamameliszweig einen neuen Zauberstab schnitzen. Mit dem verwandelte er dann unter dem Beifall der Gartenfreunde Zaubernussblüten in Nussecken.

Mystery Award # 3

Kurz vor Jahresende möchte ich noch schnell eine Awardnominierung abarbeiten. Denn Nominierungsschulden sind Ehrenschulden und schon die Oma sagte: Geh nicht mit Schulden in ein neues Jahr.
Der Orlfork hat mich für den Mystery-Blogger-Award nominiert. Vielen Dank dafür. Beim Olfork geht es um Spiele. Schaut doch mal bei ihm vorbei.
Da ich zu diesem Award schon hier und hier etwas geschrieben habe, spare ich mir die Regellitanei und Logo und okoto und so weiter und so fort.

Zu den Fragen vom Olfork:

1. Wenn Du ein Spiel wärst, welches wäre es und warum?
Ganz klar „Ran ans Beet“, warum dürfte klar sein.

2. Kannst Du verlieren?
Immer gewinnen wäre vermutlich auch irgendwann langweilig.

3. Welches Buch/Hörbuch liest/hörst Du gerade?
„Eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Noah Harari

4. Küste oder Berge? Und warum?
Ein Berg am Meer, da bin ich unkompliziert.

5. Welches ist der schlechteste Witz, den Du kennst?
Wählt ein Volk einen Milliardär zum Präsidenten …

Erzähle den Lesern drei Dinge über Dich!

Ich bin nicht abergläubisch.
Mein Garten ist immer zu klein.
Ich liebe Lauben mit Gründach.

So, und jetzt wünsche ich allen Leserinnen und Lesern einen beschaulichen Silvestertag und ein guten Start ins neue Jahr.

PS: Beinahe hätte ich das mit den „erfolgreichsten Beiträgen“ vergessen. Nachdem ich bei der Mystery-Blogger-Award-Nominierung 1 schon die am häufigsten und bei der Mystery-Blogger-Award-Nominierung 2 die am wenigsten beachteten Gartengeschichten verlinkt habe, möchte ich heute mal auf die Gärtner-Blind-Dates verweisen, an denen ich bisher teilnahm.

Blind-Date Edition #2 “Summer Wine”

Blind Date # 3 „I like Birds“

Fröhliche Grüße aus dem Garten

Awardaffinität am 3. Advent

Am 12.11.2017 nominierte Jacky von „Vegan and Life“ diesen Blog für den Recognition Award. Vielen Dank für die Anerkennung.

Für einen Recognition Award wurde ich noch gar nicht nominiert. Aber da dieser Award fast genau so funktioniert, wie alle anderen auch, wird es schon gut gehen.
Also schauen wir mal:

Bedanke dich bei demjenigen, der dich nominiert hat und verlinke ihn.

Erledigt!

Schreibe einen Beitrag, um deinen Award zu präsentieren.

Mach ich grad. Als Kurznotiz schrieb ich mir zunächst Recodingsbumsaward in den Dateinamen. Deshalb hätte ich sie beinahe nicht wiedergefunden.

Erzähle kurz, wie du mit dem Bloggen angefangen hast.

Ursprünglich sollten mit diesem Blog nur die Gartengeschichten ins Internet gestellt werden. Dabei blieb es jedoch nicht und ich bin gespannt, wo das noch alles hinführen wird.

Gib zwei Ratschläge für neue Blogger.

  1. Besonders das Einfache ist schwer zu machen.
  2. Weniger ist mehr.

Nominiere 15 andere Blogger für diesen Award.

Ich nominiere … nee war nur Spaß.

Von meinen Followern haben weit mehr als 15 Blogger Anerkennung verdient. Ich will ja schließlich niemanden verärgern. Also sind alle nominiert oder eben niemand, abhängig von der jeweiligen Awardaffinität.

Kommentiere auf den nominierten Blogs, lass die jeweilige Person wissen, dass du sie nominiert hast, und verlinke deinen Beitrag zum Award.

Nun – das hat sich ja dann auch erledigt. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern wenig Stress im Konsumtrubel. 

Besinnungslose Grüße aus dem Garten

Ja ist denn heut schon Weihnachten?

Liebe LeserInnen,

WordPress hat mir geschrieben.

Es ist eine Gratulation.

Die Bloggerin mit dem Blog namens Kolumnalpolitik hat sich als tausendste Followerin in meine Liste eingetragen. Erst war ich ein wenig erschrocken, weil ich dachte, da kommt jetzt gleich eine Bürgermeisterin um die Ecke. Aber dann stellte ich erleichtert fest, dass ich nur zu flüchtig gelesen hatte.

Wenn ich es ganz genau nehmen würde, dann müsste ich ja  auch die e-Mail-Follower mitzählen, da stünde der Blog mit dem Motto Man muss kein Mann sein, um gut in der Küche zu sein – aber man darf!“  an der tausendsten Stelle. Bei diesem Motto gehört natürlich auch ein knackiger Blogname her und mit Breadguerilla wurde er auch gefunden. Hier droht bei flüchtigem Lesen ebenfalls der eine oder andere Irrtum, nur soviel bei dem Motto kann es ja gar nicht um Affenbrotbäume gehen.

Aber WordPress zählt gewissenhaft nur die WordPress-Follower, ignoriert die e-Mail-Follower schmählich und wartet außerdem mit der Gratulation, bis der/die tausenderste FollowerIn sich eingefunden hat.

Diese Ehre wurde dem Blog erbsenundingwer zuteil. Auch hier geht es nicht um Nordmänner sondern um Essen – also ganz mein Ding. Da im Gravatar etwas von Erbsenprinzessin steht, vermute ich mal es handelt sich um eine Bloggerin. Und zur Zahl 1001 passt es geradezu märchenhaft.

Zwischen Breadguerilla und Kolumnalpolitik fanden sich noch Gaumenfreude und Malinadiy ein. Erstere folgt dem Motto Magenlos nicht Gaumenlos letztere scheint im Augenblick nicht am Netz zu sein,  trotzdem bedanke ich mich natürlich recht herzlich für das Interesse an meinem Treiben.

Wer gern rechnet, hat herausgefunden, dass ich lediglich drei e-Mail-Follower habe.

Zwischen Breadguerilla und Kolumnalpolitik … findet eigentlich noch jemand, das sich das wie „Zwischen Frühstück und Gänsebraten“ liest?

Nein?

Niemand?

Na, da ist das bei mir wohl die Vorfreude.

Zwischen Breadguerilla und Kolumnalpolitik – das Zeug zum Zungenbrecher hätte es jedenfalls.

1000 Follower – Ich freue mich!

Ich danke Euch allen für das Interesse. Vielen Dank für die Likes, für die Kommentare und überhaupt…

Ihr seid die Besten.

Allerkerzigste Adventsgrüße aus dem Garten.followed-blog-1000-2x

 

 

Rosenkohlcremesuppe mit karamellisierten Walnüssen

Seit Bruce im Vorstand mitarbeitet, komme ich kaum noch an seinem Garten vorbei, ohne dass er mir Aufträge aufhalst. Mal soll ich einen Brief bei einem Gartenfreund, der in meiner Nachbarschaft wohnt, einwerfen, mal braucht Bruce Hilfestellung beim Anbringen von Zetteln im Informationskasten. Auch heute ruft er: „Karo, warte mal bitte einen Augenblick.“

Ich stelle meinen Spankorb mit Rosenkohl ab und Bruce eilt mit langen Schritten auf mich zu. Er fragt: „Hast du morgen Nachmittag schon was vor?“
Was für eine Frage? Natürlich habe ich was vor. Ich habe immer irgendwas vor. Ich schüttele meinen Kopf.

„Fein“, strahlt Bruce, „dann kannst du doch bestimmt den Baumsachverständigen zu unserem Walnussbaum am Vereinsheim führen?“

„Was ist dem mit dem Baum?“

„Da sind ziemlich zentral einige große Pilze gewachsen und ich befürchte, dass die darüber befindlichen Äste abbrechen.“

„Das wäre aber schade.“ Ich ziehe einen Flunsch.

„Viel schlimmer wäre, wenn wir deshalb den ganzen Baum fällen müssen.“ Bruce reicht mir einen Beutel mit Walnüssen. „Hier – es sind vielleicht die letzten.“

„Wann kommt der Baumsachverständige?“ frage ich.

„Gegen vierzehn Uhr. Wenn du nicht dagegen hast, sende ich ihm deine Telefonnummer.“

„Ok!“ Ich lege die Walnüsse zu meinen Kohlröschen.

Zu Hause putze ich ein halbes Kilo Rosenkohl und halbiere die Röschen. Dann schäle und würfele ich dreihundert Gramm mehlig kochende Kartoffeln. Außerdem schäle und hacke ich zwei Schalotten und schwitze sie in heißem Rapsöl an. Später gebe ich den Rosenkohl und die Kartoffeln zu den Schalotten und gieße 500 Milliliter Gemüsebrühe an. Nach zirka zwanzig Minuten ist das Gemüse gar und ich püriere es mit dem Zauberstab. Während des Pürierens gieße ich 350 Milliliter Sojamilch dazu. Drei kräftige Prisen Muskatnuss und zwei Esslöffel Weißweinessig werden untergerührt, die Suppe kurz aufkochen, dann die Hitze reduzieren und ungefähr vier Minuten sachte köcheln lassen.

Währenddessen erhitze ich einen Esslöffel Rapsöl in einem kleinen Tiegel. Darin bringe ich zwei Esslöffel Rohrohrzucker zum Schmelzen. Jeweils einen Esslöffel Wasser und Balsamicoessig rühre ich hinein, bis der Zucker anfängt zu karamellisieren. Dann gebe ich 80 Gramm grob gehackte Walnusskerne dazu und würze mit Salz und Pfeffer.

Dann nehme ich die Suppe vom Herd, rühre fünf Esslöffel Sojasahne hinein, schmecke mit Salz und Pfeffer ab und streue vier Esslöffel gehackte, krause Petersilie darüber.

Es geht nichts über frische Walnusskerne. Jedes Jahr gibt es ein wunderbares Schauspiel, wenn die Nüsse reif sind und die Gartenfreunde schon in aller Frühe im Laub unterm Baum herumsuchen. Jeder tut so, als sei er rein zufällig vorbei gekommen und habe just im Augenblick die Idee gehabt ein paar Nüsse aufzuklauben. Manchmal jedoch fallen die Masken und der Futterneid tritt offen zu Tage. Bruce kam einmal dazu, wie zwei Kleingärtner mit Holzstangen, die sie zum Abschlagen von Nüssen verwendet hatten, aufeinander losgingen. Er hatte damals Mühe die Streithähne zu trennen.