Himmelfahrtskommando

Seppo-Blog-Auszeichnung

Antworten auf die Fragen 8 bis 14

Pünktlich zum diesjährigen Himmelfahrtstag und kurz nach den Feierlichkeiten zum Seppoläum möchte ich die zweite Staffel Fragen zur Seppo-Blog-Auszeichnung ins Internet posaunen.

8. Welchen Titel hatte Dein erster Blog-Eintrag, welchen wird Dein letzter haben? (Marc Kipfer)

Mein erster Blog-Eintrag war nicht, wie man vielleicht annehmen könnte, „Willkommen!“ sondern „Erdbeerschnecken“. Dann habe ich aber „Willkommen!“ angepinnt und so fällt das heute gar nicht mehr auf. Oder vielmehr „Willkommen!“ fällt heute mehr auf. Genaugenommen habe ich mich zu doof angestellt und sowohl „Erdbeerschnecken“ als auch Willkommen! zunächst veröffentlicht dann gelöscht und nochmal veröffentlicht, weshalb heute sowohl bei Erdbeerschnecken  als auch bei Willkommen! eine 2 in der Linkadresse prangt. Der geneigte Leser weiß schon, was ich meine. Und dem ungeeigneten Leser kann es ja auch egal sein.

Wo war ich?

Ach ja – und der letzte Blog-Eintrag wird, vorausgesetzt, dass ich noch genügend Zeit habe, vermutlich folgenden Titel haben:

Meine Damen und Herren, liebe Follower, ich danke für die Aufmerksamkeit.

9. Was frühstückst Du? (Alex La Famee)

Kaffee ist die einzige Konstante. Die Variablen können sein: Toast mit Marmelade, Müsli, Obstsalat, Kuchen, Hirsebrei, Fruchtsaft, Sonnenschein.

10. Katze oder Hund? (Rita Raptakis)

Hund. Und zwar nach folgender Definition:

Ein Hund ist groß genug, wenn ihn ein Einbrecher nicht über den Gartenzaun kicken kann.

(Bei der Produktion dieser Definition wurden keine Tiere verletzt oder getötet.)

11. Hast Du sonst niemanden, dem Du das alles erzählen könntest? (Martina Mai)

Nun – der/das einzige mir bekannte Blog, auf dem im Wortsinn etwas erzählt wird, ist der/das „Seppolog“Sebastian Flotho hat eine gesprochene Variante seiner Beiträge.
Ich für meinen Teil beabsichtige nix zu erzählen, sondern bei der geschriebenen Variante zu bleiben. Auch wenn ich manchmal zwei Anläufe brauche.

12. Wer liest Dich überhaupt? (Ebony June)

Tja, persönlich kenne ich natürlich nicht alle Leser. Da der Landesteil „Sachsen aktuell“ der Zeitung, in der die Rezeptbeiträge erscheinen, eine Auflage von über 10000 Stück hat, nehme ich in aller Bescheidenheit an, dass ungefähr 1000 Abonnenten meine Geschichten aus dem Kleingärtnerverein lesen.

Und dann wären da ja noch die Follower.

Diese sind so freundlich, mir ab und an Kommentare zu senden, welche mich sehr aufbauen und für die ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken möchte.

Beispiele gefällig?

zu „Willkommen!“:

Das ist eine gute Idee! Liebe Grüße, Elke

zu „Kartoffel-Apfel-Auflauf“:

…hmmm, würde mir auch schmecken! LG Ottilie

zu „Aroniasaft und Mondkekse“:

Klasse geschrieben. Und interessant dazu. Liebe Grüße Mitzi
Sehr schön geschrieben 🙂 LG Madita ♡

zu „Grünkohl mit Pinkel“:

“Vegane Pinkel”! Herrlich! Ich glaube bei dem Satz, wäre mir so einiges aus dem Gesicht gefallen… 🙂 (adriasuno)

zu „Balsamicozwiebeln, Feldsalat & Walnüsse“:

Ich habe diese Zeilen sehr genossen! Bin auch noch hungrig. Auf mehr..;-) (Nora)

zu: „Chicorée à la Pierre“:

Welch schöne Geschichte. Ich habe mich durchgeschmunzelt. 🙂 (Zeilenende)

zu „Five Shades of Green“:

Hallo Karo-Tina!

Habe ich dir schon gesagt, dass ich deine literarische Art des Schreibens sehr mag? Falls nicht, hole ich das hiermit nach. 🙂 Liebe Grüße Jenni

Solche Artikel finde ich großartig. Klasse (Arabella)

o, wie schön, dass du mich gefunden hast!
woher kennst du meine gartennachbarin??? 🙂 ich freu mich über alle argumente gegen chemie!!
schönste grüne grüße, andrea

zu „Katerfrühstück mit sauren Gurken“::

Wieder mal herrlich zu lesen (und vergnügt vor sich hin zu lachen 🙂 (gajako)

Wie wunderbar großartig kann man denn bitte ein Rezept verpacken???!!! Grandios! (Maja von Schwartzenberg)

tolle Geschichte 🙂 (giftigeblonde)

Natürlich gab es auch kritische Töne – Moment – nee, doch nicht. Hab ich ein Glück. 🙂

Aaaber es gab noch mehr Lobhudelei. Zum Beispiel bei Facebook: von Roxana Pircher zu „Chicorée à la Pierre“:„Sehr schön geschrieben.“

Oder von TausendmalDu zu Balsamicozwiebeln, Feldsalat & Walnüsse: Soooooooooo schön geschrieben 🙂 Ich konnte es mir bildlich vorstellen 🙂

Bei allen Kommentatoren, die hier keine Berücksichtigung fanden möchte ich um Entschuldigung bitten. Man liest sich. Versprochen.

13. Was müsste geschehen, dass Du mit dem Bloggen aufhörst? (Sabienes Shelm)

Ja, was müsste geschehen? So einfache Dinge wie zum Beispiel ein Weltuntergang könnten mich schon vom Bloggen abbringen. Doch bevor es soweit ist, lese ich: Kassandra und blogge weiter.

14. Welche Eigenschaft an einem Menschen schätzt Du am meisten? (Thomas Peter)

Ich mag an jedem Menschen etwas anderes. Aber Kreativität schätze ich bei allen. Besonders beeindruckt haben mich in jüngster Vergangenheit:

Jacob, der mich mit immer neuen Präsentationen verblüfft. Da isst das Auge wirklich gern mit.

Simoneteffect, wo schwarzweiß mein Leben bunt macht.

Dosenkunst, wo ich im Garten ganz bequem Streetart gucken kann.

Sylvia,  Christin  und  Amy deren Poesie mich sehr berührt.

Auch bei Familie NieselpriemLale und Candy bin ich sehr gern zu Gast.

Natürlich gibt es noch viele, viele andere BloggerInnen, die mit Ihren Fotografien, Geschichten und Gedichten für viel Freude im Garten sorgten und sorgen.

Ich rufe allen zu: Danke, Danke, Danke!

Und damit derlei Dankesworte von mir künftig kreativer kommuniziert werden können, bilde ich mich erst mal bei Jana  weiter.

Katerfrühstück mit sauren Gurken

Och nöö, denke ich. Ich wollte eigentlich ein paar geruhsame Stunden in meinem Garten verbringen, doch schon auf dem Weg zu meiner Parzelle kommt mir das Vereinsleben in Gestalt von Pierre, Rapunzel, meiner Gartennachbarin Frau B. und Kojak in die Quere. Die vier stehen auf dem Gartenweg, um ihre Beine streicht der rotbraune Kater, der offenbar seit einiger Zeit in unserer Gartenanlage sein Revier hat.

„Schweinerei“, höre ich Frau B. sagen.

Kojak wollte offensichtlich Unkraut entfernen, jedenfalls hat er eine Hacke dabei und stochert damit in einem großen Klecks, der anscheinend Erbrochenes ist.

„Überdosis Jägermeister, “ diagnostiziert Kojak.

„Sieht aus wie Katzenfutter“, grinst Pierre. Wie aufs Stichwort angelt das Katzentier nach einem größeren Brocken.

„Iiihhh!“ Rapunzel schüttelt sich.

„Das Füttern von Katzen in der Anlage ist untersagt.“ sagt Kojak.

„Sagen Sie das mal dem, der hier hingereihert hat“, entgegnet Frau B. und sieht sich um, als könne sie den Übeltäter noch entdecken.

Kojak runzelt seine Stirn. „Ihr habt doch gestern bei Wally gefeiert?“ fragt er Pierre.

„War ‘ne ganz schöne Sause“, feixt Pierre.

„Und Du weißt nicht zufällig wer …?“ setzt Kojak das Verhör fort. Pierre beginnt mit dem Fuß Erde über den Schandfleck zu schieben. Der Kater springt hin und her, und schlägt mit der Pfote nach Pierres Schuhspitze.

„Das der das frisst“, wundert sich Rapunzel. „Es heißt doch immer, Katzen seien so wählerisch.“

„Der und wählerisch?“ Frau B. winkt ab. „Der frisst von der Kröte bis zur Elster alles, was hier kreucht und fleucht.“

„Und in meine frisch angelegten Beete hat er auch schon gekackt“, pflichtet Pierre bei.

„Das ist ja schrecklich“, sagt Rapunzel.

„Es hat Gründe, warum Katzen nicht gefüttert werden dürfen“, wiederholt Kojak. „Die Fütterei ist falsch verstandene Tierliebe. Die Viecher vermehren sich dann völlig unkontrolliert. Wer verwilderte Katzen füttert, wird deren Eigentümer und muss für Tierärztliche Betreuung und Kastration aufkommen. So ist die Gesetzeslage.“

„Schrecklich, das alles, ganz schrecklich“, jammert Rapunzel weiter.

„Nun beruhigt euch mal. Kommt auf einen kleinen Frühschoppen zu mir.“ Frau B. macht eine einladende Geste.

„Wenn ich ehrlich bin“, räumt Pierre ein, “ist mir noch ein wenig flau von gestern.“

„Ich könnte ein Glas saure Gurken aufmachen“, zwinkert Rapunzel.

„Also in fünf Minuten bei mir auf der Terrasse“, ordnet Frau B. an.

Wenig später schnurpsen wir Gurken.

Rapunzel hatte im vergangenen Spätsommer ein Kilo kleine Freilandgurken kräftig gewaschen, die Blüten und Stielansätze abgeschnitten. Dann legte sie die Gürkchen mit Zwiebelringen, Dillspitzen und halbierten Knoblauchzehen in ein großes Glas. Dazu gab sie ordentlich Salz (ca. 80 g pro kg Gurken) und goss Wasser auf. Am nächsten Tag erhitzte sie ein Gemisch aus 1 l Wasser, 125 ml 10%igem Branntweinessig, 4 El Zucker, 3 Lorbeerblättern, Wacholderbeeren, Senfsaat und Pfefferkörnern lies es wieder abkühlen, goss die Salzlake durch ein Tuch ab, übergoss die eingelegten Gurken mit dem lauwarmen Essigsud und verschloss das Glas.