Das Treffen

MitmachBlog

Liebe LeserInnen,

meine Nachbarin Frau Anderlecht und ich haben uns auf einen Kaffee verabredet.

Ich nehme Kurs auf ein sanierungsbedürftiges Haus. In den neunziger Jahren war es von jungen Leuten besetzt worden. Ursprünglich befand sich dort im Erdgeschoss das Cafe Heber. Es versank Mitte der achtziger Jahre in einen Dornröschenschlaf. Das H vom Namen des ehemaligen Betreibers hatte der Zahn der Zeit von der Fassade genagt. Den Hausbesetzern gefiel der Name „Cafe eber“ offenbar nicht. Sie montierten kurzerhand das e kopfüber und fertig war das „Cafe aber“.

Heute sind die Räume des Cafes renoviert und über der Tür leuchtet der neue Name in bunten LED-Lettern „Cafe A-Z“. Im Viertel wird es jedoch weiter „Cafe aber“ genannt. Soll noch einer sagen, Provisorien hielten nicht.

Frau Anderlecht erwartet mich bereits. Sie hat vor sich eine Tasse Milchkaffee und rührt versonnen darin herum. Als sie mich entdeckt huscht ein Lächeln über ihr Gesicht.

Ursprünglichen Post anzeigen 197 weitere Wörter

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