Maronen-Kürbis-Rosenkohlpfanne

„Heute machen wir mal ein feines Outdoorküchenkochrezept.“ Mein Fräulein Tochter Jasmin strahlt in die Runde. Rapunzel, meine Gartennachbarin Frau B. und ich haben uns um Jasmins großen Grill eingefunden.

„Outdoorküchenkochrezept“, wiederholt meine Gartennachbarin Frau B. und dehnt dabei jede Silbe.

„Mit Kürbis, Maronen und Rosenkohl.“ Jasmin nickt bekräftigend.

„Ich sehe nur einen Grill mit Deckel und einen Campinggaskocher.“ Frau B. ist skeptisch. „Soll das deine Outdoorküche sein?“

„Na klar, mehr brauchen wir nicht.“ Jasmin öffnet den Deckel des Grills und entzündet die Holzkohle.

„Zuerst schneiden wir bei 450 g Maronen die Schale zirka anderthalb Zentimeter lang kreuzweise ein und rösten sie.“

Wir beginnen, die Maronen zu bearbeiten. „Sind die alle von dem kleinen Bäumchen, dass wir vor zwei Jahren auf die Gemeinschaftsfläche gepflanzt haben?“ Rapunzel blickt sich ungläubig um.

„Nein, ich habe 250 g gekauft, aber die anderen 200 g sind eigene Ernte“, gesteht Jasmin. Sie schiebt ein Blech über die Glut, stellt eine Keramikschale mit Wasser darauf, verteilt die geschlitzten Maronen um das Gefäß und schließt den Deckel. Das Thermometer zeigt 160 ° C.

„Die brauchen jetzt zirka 20 Minuten, bis die Schale sich an den Schnittstellen öffnet. Inzwischen müssen wir 1300 g Rosenkohl putzen und bürsten zwei Hokkaidokürbisse sauber und das Kürbisfleisch in Würfel schneiden. Wir brauchen ungefähr 1600 g Kürbiswürfel.“

Frau B. stichelt: „Hast du eine Waage in deiner Outdoorküche?“

Jasmin nimmt unbeeindruckt einen Kürbis von zirka 15 Zentimetern Durchmesser in die Hand. „Der hat ungefähr ein Kilo.“

Frau B. runzelt ihre Stirn und ruft: „Hans-Georg kannst du mal die Waage bringen.“

Wenig später liegt der Kürbis auf einer alten Küchenwaage und der Zeiger steht bei 920 Gramm.

„Naja“, kommentiert Frau B., “das will ich mal durchgehen lassen.“

Dann sind auch schon die Maronen fertig und wir beginnen sie zu schälen. Auf das Blech kommen nun für ungefähr 20 Minuten die Kürbiswürfel. Das Thermometer zeigt mittlerweile 200 ° C. Jasmin träufelt über die Kürbiswürfel zwei EL Rapsöl, die sie zuvor mit einem TL Salz verrührt hat.

Auf dem Gaskocher hat mein Fräulein Tochter einen Topf mit Salzwasser zum Kochen gebracht und füllt die Rosenkohlröschen ein. Nach zirka zehn Minuten ist der Kohl bissfest gar und wird mit kaltem Wasser abgeschreckt und zum Abtropfen warmgestellt.

Wir schälen vier Zwiebeln und schneiden sie in kleine Würfel und Jasmin dünstet diese auf dem Gaskocher in einer hohen Pfanne mit sechs EL Öl an, bevor sie die geschälten Maronen und den Rosenkohl sowie etwas Wasser hinzufügt und mit Pfeffer und Salz abschmeckt.

Die Kürbiswürfel haben unterdessen Farbe angenommen und werden von uns portionsweise unter die Zutaten der restliche Gemüsepfanne gehoben.

Hans-Georg hält als erster seine Schüssel hin. Seine Frau schaut ihn missbilligend an. „Nichts beigetragen, aber …“

„Ich habe die Waage beigetragen“, unterbricht Hans-Georg seine Frau.

„Na dann will ich nichts gesagt haben.“

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Robby-Bubble-Bowle

(In diesem Beitrag wird eine Kindersekt-Sorte erwähnt. Die Autor:in wurde von der Herstellerfirma nicht dafür bezahlt. Trotzdem vorsichtshalber hiermit die Werbekennzeichnung.)

Mein zukünftiger Schwiegersohn kämpft mit dem Gartenschlauch, der in zahlreichen Schleifen und Windungen zu seinen Füßen liegt. „Was hast du denn mit dem Schlauch gemacht? Deinen Namen getanzt?“  

Mein Fräulein Tochter ist empört. „Das war ich nicht. Ich bin doch eben erst mit dir in den Garten gekommen. Vielleicht war es meine Mutter.“

Die beiden haben mich noch nicht bemerkt.

„Deine Mutter“, der Freund meiner Tochter macht eine bedeutsame Pause, „deine Mutter weiß, wie man mit einem Gartenschlauch umgeht.“

„Deine Mutter, deine Mutter“, äfft meine Tochter Jasmin ihn nach.

„Oh, ihr seid schon aus eurem Urlaub zurück?“, frage ich unschuldig.

„Huch, jetzt hast du mich aber erschreckt, wo kommst du denn so plötzlich her?“

Ich deute mit gestrecktem Zeigefinger Richtung Himmel.

„Wer hat unseren Schlauch derart verknotet?“, fragt Jasmin streng.

„Ich nicht. Vielleicht war es Rapunzel, sie hat mir in den vergangenen Tagen geholfen euren Garten zu gießen.“

„Und dann lässt sie dieses Kuddelmuddel einfach liegen?“

„Sie wollte bestimmt noch weitermachen. Sie gibt am Vereinsheim nur schnell den Kindern was zu Trinken.“

„Durst hätte ich auch. Komm wir gehen mal gucken

Am Vereinsheim sitzen sieben Kinder mit Gläsern in den Händen, aus denen Trinkhalme ragen. „Klopf, klopf.“ Rufe ich und luge durch die Küchentür. Rapunzel wendet sich vom geöffneten Kühlschrank ab und fragt mit Blick auf meine Begleitung: „Na, wie wars in Amsterdam?“

„Das sag ich dir erst, wenn du mir auch was zu trinken gibst“, zickt mein Fräulein Tochter. Rapunzel schenkt ein und beginnt Zutaten aufzuzählen. Zunächst habe ich gestern einen Aufguss von je einer Hand voll  Melisse, Ysop, Thymian, schwarzen Johannisbeeren und Pfefferminze sowie je einer kräftigen Prise Kardamom, Nelke, Muskatnuss und Zimt gemacht. Da wollte ich eigentlich was für mich draus mixen. Aber als vorhin die Kinder kamen, habe ich kurzerhand acht Zentiliter davon mit zwei Litern eiskaltem Mineralwasser, 0,3 Liter Bitterlemon und zwei Flaschen von diesem Kindersekt hier gemischt, der bei der jüngsten Feier übriggeblieben ist. Rapunzel hält eine bunte Flasche hoch.

Ich lese: „Robby-Bubble-Berry“.

„Dazu gab ich noch 150 Gramm Heidelbeeren und einige Zweige Estragon“, ergänzt Rapunzel.

„Also wie wars in Amsterdam?“ Wiederholt Rapunzel ihre Frage.

„Für Radfahrer ein Traum. Da können sich die deutschen Städte mal eine Scheibe abschneiden“, beginnt der Freund meiner Tochter zu schwärmen. Sein Männerdutt hüpft auf und nieder, während er die Erlebnisse der Urlaubsradtour schildert.

„Und wie viele berühmte Personen da geboren sind“, stichelt Jasmin.

„Genau,“ steigt unser Alleinunterhalter ein, „Rembrandt, Baruch de Spinoza, Peter Post.“

„Und wie viele berühmte Personen da gestorben sind“, frotzelt Jasmin.

„Auch Rembrandt, Oswalt Kolle, Robby Müller.“

Rapunzel fragt: „Wer sind Peter Post und Robby Müller?“

„Peter Post war ein Radsportler und Robby Müller ein begnadeter Kameramann.“

Mein zukünftiger Schwiegersohn schüttelt den Kopf über so viel Unwissenheit.

Bitte um Unterstützung

Liebe alle,

der wunderschöne Kleingärtnerverein „Flora I“ hat sich um den Titel Verein des Jahres beworben.

Für den Publikumspreis benötigen die Kleingärtner:innen Eure Unterstützung. Bitte dem unten stehenden Link folgen, im Suchfeld Flora I eingeben, mit Eurer E-Mail-Adresse abstimmen und den Link in der Bestätigungsmail anklicken.

Nehmt Euch bitte den Moment Zeit, vielleicht verhelft Ihr den Kleingärtner:innen zu einer schönen Ergänzung der Vereinskasse.

Danke im Voraus, Ihr seid die Besten.

Ich zähl auf Euch.

Lebkuchen aus Kartoffelteig

„Mama, mein Lebkuchengewürz ist alle“, fleht mein Fräulein Tochter am Telefon.

„Kein Problem,“ sage ich, „da mischt du 35 Gramm Zimtpulver, 10 Gramm Nelkenpulver, je zwei Gramm Ingwer-, Koriander-, Kardamom- und Pimentpulver sowie je ein Gramm Muskat und Muskatblüte.“

Schweigen am anderen Ende. „Jasmin? Bist Du noch dran? Hast Du die Zutatenliste gehört?“

„Ja. Danke. Es ist nur …“

„Lass mich raten, Du hast auch keinen Zimt.“

„Doch Zimt habe ich, nur die restlichen Pulver fehlen. Koriander könnte noch da sein.“

„Na gut ich komme mal rüber und bringe was mit.“

Wenig später stehe ich beim Fräulein Tochter am Wohngemeinschafts-Küchentisch. Dieser wird zur Hälfe durch den Freund meiner Tochter in Beschlag genommen. Neben seinem Laptop liegen Bücher und Kartons mit Briefumschlägen und Druckpapier.

„Unser stellvertretende Vorsitzende in spe hat den Auftrag bekommen, eine Briefwahl vorzubereiten.“ Jasmin zwinkert mir zu. Ihr Freund lugt unglücklich über den Rand des Laptops.

„Muss das sein?“, frage ich.

„Mhm, weil wir in diesem Jahr keine Mitgliederversammlung als Präsenzveranstaltung mehr organisiert kriegen.“

„Und muss das hier sein?“ hakt Jasmin nach und beansprucht mit einer Geste den Küchentisch für uns.

„Ich ziehe jetzt nicht um, nur weil ihr jetzt Plätzchen backen wollt. Nehmt die Arbeitsfläche am Herd.“

„Wir backen keine Plätzchen, sondern Lebkuchen.“

„Und ich backe Briefe.“

„Das ist eine Idee, wir könnten Lebkuchenbriefe backen“, grinst Jasmin.

„Wir werden uns arrangieren“, beschwichtige ich.

Zunächst schälen und kochen wir 200 Gramm mehlig kochende Kartoffeln. Daraus rühren wir mit 50 Milliliter Mandelmilch einen glatten Brei. Den Ofen haben wir auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorgeheizt. Dann rühren wir 125 Gramm Margarine mit 200 Gramm Rohrohrzucker und drei Esslöffeln Weizenmehl schaumig. Das Gemisch gießen wir über den Kartoffelbrei und rühren nach und nach 200 Gramm Dinkelmehl, zwei Teelöffel Backpulver, 220 Gramm gemahlene Mandeln, 18 Gramm Lebkuchengewürz und die abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone ein.

Dann legen wir Backbleche mit Backpapier aus und formen 18 gleich große Kugeln.

Das Telefon des Briefwahlvorbereiters klingelt. Er geht mit finsterer Miene ran. Zu uns formt er lautlos mit den Lippen: „Bruce!“

„Meine Stimme habt ihr,“ flötet das Fräulein Tochter.

„Meine auch,“ schließe ich mich an.

Die Miene des stellvertretenden Vorsitzenden im Wartestand hellt sich auf.

„Die Ausnahmeregelung für Vorstandswahlen wurde bis zum 31. August 2022 verlängert? Wir machen doch keine Briefwahl? Stattdessen Präsenzveranstaltung im Sommer 2022?“

Er legt sichtlich erleichtert auf und beginnt, seine Büroutensilien vom Küchentisch zu räumen.

„Dann machen wir auch keine Lebkuchenbriefe,“ beschließt Jasmin und drückt die Kugeln zu runden Platten mit flachen Rändern. Nach zirka 15 Minuten Backzeit auf mittlerer Schiene sind die Kuchen fertig und werden von uns mit Schokoguss bestrichen. Dazu schmelzen wir im Wasserbad 200 Gramm Zartbitterkuvertüre mit einem gestrichenen Esslöffel Kokosfett.

Erdbeer-Königskerzenblüten-Smoothie

„Wenn das eine Königskerze ist, dann sind das dort auch welche.“ Mein Fräulein Tochter Jasmin nimmt einen jungen Blütenstand zwischen Daumen und Zeigefinger ihrer rechten Hand und deutet mit ihrer linken auf zahlreiche Blattrosetten.
„Gut“, lenkt ihr Freund ein und lässt sein Smartphone mit der Pflanzenbestimmungs-App sinken, “dann ist das eben kein dichtblütiges Wollkraut. Aber sind es nun kleinblütige Königskerzen, flockige Königskerzen oder filzige Königskerzen?“
„Die hier sind filzig.“ Das Fräulein Tochter streicht über die Blätter. „Also ist es eine filzige Königskerze. Oder doch kleinblütig?“, zweifelt sie.

Ich habe es mir im Hängestuhl im Garten meiner Tochter bequem gemacht und beobachte die beiden Naturforscher.
Am Zaun schlendert Pierre vorbei.
„He Pierre“, rufe ich, „was meinst du, dichtblütiges Wollkraut oder kleinblütige Königskerze.“
Pierre beschattet seine Augen mit der Hand, lässt seine Blicke schweifen und sagt: „Das ist doch
dasselbe, oder? Wie lautetet denn der botanische Name?“
Jasmin greift sich das Smartphone und liest: „Dichtblütiges Wollkraut – Verbascum densiflorum.
„Verbascum densiflorum ist die großblütige Königskerze, Wollkraut ist wohl nur ein anderer Name. Habt ihr da hinten auch Nachtkerzen?“
„Ja“, strahlt das Fräulein Tochter.
„Mhm“, pflichtet ihr Freund bei, “ist wie Weihnachten hier, überall Kerzen.“
„Dann passt mal schön auf, dass noch genügend Platz für Obst und Gemüse bleibt.“
„Wieso mindestens die Nachtkerzen sind Anbau und die Königskerzen zählen als Kräuter“, grinst Jasmin listig.
„Aber nicht, wenn der halbe Garten damit voll steht“, brummt Pierre, „und überhaupt, wieso ist die Nachtkerze Anbau?“
„Wir wollen die Wurzel als Gemüse essen“, klärt Jasmins Freund auf. „Die heißen auch Schinkenwurzel und werden wie Schwarzwurzel zubereitet.“
„Und ihr wollt Schinkenwurzel essen?“, fragt Pierre misstrauisch, „ich denke ihr seid Veganer?“
Jasmin stöhnt: „Nicht du auch noch, Pierre. Wir müssen uns hier schon genug dumme Sprüche anhören.“
„Dumme Sprüche?“, frage ich unschuldig.
„Mama, du weißt doch: Veganer essen meinem Essen das Essen weg. Essen Veganer Fleischtomaten? Wenn ihr Veganer seid, warum habt ihr nur so eine kleine Wiese?“
„Wiese? Versteh ich nicht“, wundert sich Pierre.
„Na Veganer essen doch nur Gras und Steine.“ Jasmin zwinkert Pierre versöhnlich zu.
„Ich sehe ja, dass ihr genügend Gemüseanbau im Garten habt. Kürbis, Mais, Bohnen, Salat. Nur das hier vorn, wo ihr Kaiserkrone dran geschrieben habt, das ist eine Kartoffel.“
„Nee, das ist schon richtig so, die Kartoffelsorte heißt Kaiserkrone.“
„Oh, wieder was gelernt. Na dann!“ Pierre wendet sich zum Gehen.
„Ihr zwei“, übernehme ich das Kommando, „könnt schon mal ein halbes Kilo Erdbeeren, ein paar Königskerzenblüten und einige Blätter Zitronenmelisse pflücken. Da mache ich uns einen schönen Smoothie draus. Wenn irgendwo schon ein paar Taglilien blühen, könnt ihr auch noch drei bis vier Blüten bringen.“
„Taglilienblüten?“, freut sich Jasmin, „dann zählen die ja auch zum Anbau.“

Pak Choi-Karottenpfanne mit Teriyaki-Soße

Auf dem Weg zwischen meinem Garten und der Parzelle unseres stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Holger, den alle nur Bruce nennen, weil er dem jungen Bruce Willis ähnlich sieht, steht seit ein paar Wochen eine Gartenbank.
Seitdem es die Kontaktbeschränkungen gibt, blieben immer häufiger Gärtnerinnen und Gärtner auf dem Weg stehen, um ein Schwätzchen mit Bruce oder mir oder Bruce und mir zu halten. Da haben wir es ein wenig bequemer gestaltet und auch Klappstühle in unseren Parzellen bereitgestellt, um den Abstand wahren zu können.
Auf der Bank sitzt heute Rapunzel. Als sie mich sieht, setzt sie schnell eine FFP2-Maske auf.
„Moin Karo“, nuschelt Rapunzel.
„Moin!“
Kaum bin ich vorbei, zieht Rapunzel ihre Maske wieder herunter.
Mein Fräulein Tochter schenkte mir ein Stimmungsset. Mund-Nasen-Bedeckungen für jede Gemütslage. Heute wäre eigentlich „Lächeln“ dran gewesen, denn schließlich habe ich einen Gartentag geplant. Aber diese Maske war in der Wäsche und so ist es doch die mit dem gefletschten Raubtiergebiss geworden.
„Uiuiui, du siehst aber gefährlich aus“, kommentiert Rapunzel. Ich ziehe meine Maske herunter und frage: „Wartest du auf mich oder auf Bruce?“
„Auf dich. Ich hab das da geerntet“, Rapunzel deutet auf ein Körbchen mit Blattgemüse, „und wollte dich fragen, was du da draus machen würdest.“
„Was hast du denn da?“
„Frisch getriebene Mangoldblättchen und Pak Choi.“
„Pak Choi, mhm was ganz Feines. Da sag noch Einer, aus China kämen nur Viren und Schutzmasken.“
„Ich würde gern irgendwas Kurzgebratenes oder Gedünstetes damit machen.“
„Dann versuch es doch mal mit Möhren, Zwiebeln, Reis und Teriyaki-Soße.“
„Teriwas?“
„Teriyaki. Das ist eine japanische Soße. Die kannst du entweder fertig kaufen oder du mischst Sojasoße, Zucker und Reiswein zu ungefähr gleichen Teilen und kochst das Ganze kurz auf und reduzierst bei schwacher Hitze, bis du die gewünschte Konsistenz hast. Manche nehmen auch Knoblauch und Ingwer dazu.“
„Ich glaube, ich schau mal nach der fertigen Soße. Reiswein und Sojasoße hab ich auch nicht vorrätig. Und das Gemüse einfach kurz anbraten?“
„Zunächst schneidest du aus zwei großen Zwiebelhälften Streifen. Dann zwei große Möhren schälen und in kleine Stifte teilen. Einen Esslöffel Rapsöl erhitzen. Darin die Karottenstifte und Zwiebelringe mit einer Prise Zucker anbraten. Von 500 Gramm Pak Choi zunächst die Blattrippen heraustrennen, in mundgerechte Stücke teilen und ebenfalls in die Pfanne geben und kurz scharf anbraten. Nun 3 Messerspitzen schwarzer Pfeffer, je zwei Messerspitzen Nelkenpulver und Fenchelpulver, je eine Messerspitze Anispulver und Zimtpulver sowie 5 Esslöffel Teriyaki-Soße und das in Streifen geschnittene Blattgemüse hinzufügen. Wenn vorhanden, gibst du noch einen Esslöffel Sesam hinein. Diese schnelle Gemüsepfanne schmeckt zu Reis oder auch Nudeln.“
„Donnerwetter, das hast du einfach so im Kopf?“
„Na ja, ich habe grad am Wochenende Chinakohl auf diese Art zubereitet. Nächste Woche hätte ich auch wieder nachschlagen müssen.“