Willkommen!

Die Gartengeschichten dieses Blogs, wurden bereits in der Verbandszeitschrift des  Landesverbandes Sachsen der Kleingärtner (LSK) „Sachsen aktuell“ veröffentlicht.

Dieser Blog dient dazu, die Geschichten und Rezepte einem größeren Personenkreis zugänglich zu machen.

Außerdem wird es hier hin und wieder Beiträge geben, die nicht in der Zeitung standen.

Ich wünsche allen Lesern gute Unterhaltung.

Kommentare und Anregungen sind ausdrücklich erbeten.

Karo-Tina Aldente

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Gemüselasagne

Seit ein paar Jahren haben wir in unseren Kleingartenanlage Restmülltonnen, eine Recycling-Tonne für Papier und Pappe und eine gelbe Tonne für Verpackungsmüll aus Metall und Kunststoff.

Ich komme grade dazu, als Pierre und Rapunzel einen großen Karton aus Wellpappe, der neben der blauen Tonne steht, wegschleppen wollen.

„Was soll das denn werden?“, frage ich und die zwei halten inne.

„Rapunzel will ein Lasagne-Beet bauen“, sagt Pierre und lächelt breit.

Neugierig folge ich den beiden. Sie schichten eine Lage Pappe in einen Rahmen aus Brettern. Darauf legen sie umgedrehte Rasensoden. Dann folgt eine Schicht Holzhäcksel, feine Zweige und Laub, eine Schicht Grünschnitt, darauf eine Lage grober Kompost, wieder Holzhäcksel, Grünschnitt und so weiter, bis ein zirka fünfzig Zentimeter hohes Beet entstanden ist. Auf die oberste Lage streuen Rapunzel und Pierre ein Gemisch aus Kompost und Pflanzerde.

„Jetzt werde ich das Ganze vierzehn Tage lang kräftig wässern und dann kann ich Gemüse pflanzen.“ Rapunzel hebt die Gießkanne und ein sanfter Wasserschwall rinnt aus der Brausetülle auf ihr Schichtbeet.

„Ganz schön viel Aufwand“, stelle ich fest.

„Genau wie bei richtiger Lasagne“, sagt Pierre, „hast du schon mal Lasagne gemacht, Karo?“

Ich nicke.

Ich hackte zwei Zwiebeln und vier Knoblauchzehen klein, briet sie in einem Topf mit Olivenöl glasig und gab je 200 g fein gewürfelte Karotten und Zucchini sowie eine Tasse Gemüsebrühe dazu. Als die Flüssigkeit weitestgehend verdampft war, rührte ich vier Esslöffel Tomatenmark unter. Danach schälte ich 700 Gramm Tomaten, teilte sie in kleine Stücken schüttete diese zusammen mit je zwei Teelöffel getrockneten Oregano, Basilikum und Thymian, Pfeffer und Salz in den Topf. Auf kleiner Flamme köchelte diese Gemüsesauce vor sich hin.

In der Zwischenzeit heizte ich den Ofen auf 220°C vor und begann die Béchamelsauce zuzubereiten. Ich schmolz in einem Topf vier Esslöffel Margarine, gab sieben Esslöffel Mehl hinzu und schwitzte es goldbraun an. Dabei rührte ich mit einem Schneebesen ständig um und gab nach und nach einen Liter Sojamilch hinzu. Die Sauce dickte ein. Nach zirka zehn Minuten hatte sie die gewünschte Konsistenz erreicht und ich gab drei Teelöffel geriebene Muskatnuss zu und schmeckte mit Pfeffer und Salz ab.
Zur Gemüsesauce fügte ich 200 g fein gewürfelten Gemüsepaprika, ohne diesen mit zu kochen.

Nun bedeckte ich den Boden einer großen Auflaufform dünn mit Béchamelsauce und legte die erste Schicht Lasagneplatten hinein. Dann eine Schicht Gemüsesauce, gefolgt von einer weiteren Schicht Hartweizengrießplatten. Wieder Bécamelsauce und so fort, bis alle Zutaten aufgebraucht waren. Für die angegebenen Mengen Sauce benötigte ich eine 500 g – Packung vegane Lasagneplatten. Die letzte Schicht war Béchamelsauce. Darüber verteilte ich 400 g veganen Streukäse.

Die Lasagne buk ich bei 220°C auf mittlerer Schiene etwa eine dreiviertel Stunde lang im Ofen, bis der Käse schön goldbraun geworden war und „pflanzte“ Basilikumblätter darauf.

TMI-Award

Die Ärztin und Bloggerin Dr. Nessy alias Dr. med. Agnes Wagner von Salutary Style  nominierte mich für den TMI-Award, vielen Dank.

Ich hatte in den vergangenen Tagen und Wochen kaum Zeit, um Beiträge in anderen Blogs zu lesen, geschweige denn einen Beitrag im eigenen Blog zu schreiben.

Damit nun niemand denkt: „Die Aldente hat sich zur Ruhe gesetzt!“, möchte ich flux die Fragen beantworten.

Viel Spaß. 😀

Was hast Du gerade an?

Arbeitshose und Vereins-T-Shirt.

Warst du jemals verliebt?

Ja.

Gab es bei dir jemals eine schlimme Trennung?

Ja.

Hast du Piercings?

Nein. Ich hatte mal ne präparierte Sicherheitsnadel. Was war ich Punk.

Hast du Tattoos?

Nein.

Dein Lieblingsdrink?

Das wechselt immer mal. Zur Zeit Mai Tai.

Dein Lieblingssong?

Yes it’s fucking political von Skunk Anansie

Wie lange brauchst du zum Duschen?

5 – 10 Minuten

Deine Lieblingssendung?

Kuturzeit auf 3 sat

Deine Lieblingsband?

Skunk Anansie 

Gibt es etwas, dass du sehr vermisst?

Freizeit.

Wohin gehst du, wenn du traurig bist?

In den Garten.

Wie lange brauchst du morgens, um dich fertig zu machen?

Eine halbe Stunde.

Hast du dich jemals mit jemandem geprügelt?

Ja – und verloren.

Was macht dich an?

So fragt man Leute aus.

Was macht dich überhaupt nicht an?

Feigheit, Besserwisserei und Rechthaberei.

Auf was achtest du bei deinem Partner?

Das er sich bei mir wohl fühlt.

Deine Lieblingsfarbe?

Schwarz.

Laute oder leise Musik?

Meist laute.

Dein Lieblingszitat?

Man muß die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen kann.  Mark Twain

Dein Lieblingsschauspieler?

Wotan Wilke Möhring 

Hast du Ängste? Wenn ja, welche sind es?

Manchmal gibt es neben den allgemeinen Selbstzweifeln Versagensängste.

Weshalb hast du das letzte Mal geweint?

Als mein Hund starb.

Was ist die Bedeutung hinter deinem Blognamen?

Das erklärt sich von selbst.

Wann hast du das letzte Mal „ich liebe dich“ gesagt?

Heute.

Welches Buch hast du als letztes gelesen?

Eine kurze Geschichte der Menschheit

Welches Buch liest du aktuell?

Die geheime Sprache der Kunst

Die letzte Sendung, die du gesehen hast?

extra-drei

An welchem Ort warst du als letztes?

Im Garten.

Welchen Sport hast Du als letztes ausgeübt?

Ist Baumwurzelroden eine Sportart?

Mit wem hast Du zuletzt gesprochen?

Mit meinem Gartennachbarn.

Welches Lied hast du als letztes gesungen?

Komm lieber Mai und mache … träller

Dein Lieblings-Chat?

Da gibt es keinen.

Hast Du einen Schwarm?

Ja.

Welche Beziehung besteht zwischen Dir und der Person, mit der Du als letztes getextet hast?

Eine zwischenmenschliche.  😉  😀

Welchen Ort möchtest du besuchen?

Hach, nach Berlin muss ich dringend mal wieder.

Wann hast du zuletzt jemanden geküsst?

Heute morgen.

Wann wurdest du zuletzt beleidigt?

Vor ein paar Wochen.

Deine Lieblingssüßigkeit?

Schokolade mit Nougat                   –                           und Marzipan

Welches Instrument spielst du?

Keins gut genug, um damit auftreten zu können. Wir werden demnächst im Verein ein Gießkannen-Trommel-Konzert geben. Zählt das auch?

Dein Lieblingsschmuckstück?

Eine Spange von Gottfried Bogda aus der Galerie Titanblau.

Wann hast du das letzte Mal mit jemandem etwas unternommen?

Vor einer Woche.

Wer soll bei dieser Blogger Aktion diese Fragen als nächstes beantworten? Markiere sie… 

alle alle alle

😀    😀     😀

Eiersalat ohne Eier

„Ach Bruno“, schluchzt mein Fräulein Tochter, „du bist der einzige Mann, der mich versteht. Bruno, der Promenadenmischling, stupst mit seiner Pfote dem Fräulein Tochter ans Knie.

„Bruunooo!“ Meine Gartennachbarin Frau B. betritt, auf der Suche nach dem Hund ihrer Schwester Moni, meine Parzelle.

An den Osterfeiertagen ist viel los in der Gartenanlage. Die Kinder suchen bunte Eier und allerlei Naschwerk. Die Erwachsenen halten aufmerksam Ausschau nach kleinen Schnapsflaschen, die der Vorstandsosterhase in die Bäume gehängt hat. Hans-Georg B. hat ein Fläschchen Apfelkorn erspäht, reckt sich, erreicht es mit einiger Mühe und zieht es, mitsamt dem Zweig, an dem es hängt, herunter. „Unser Osterhase kann aber hoch springen“, kommentiert er. Dann fällt sein Blick auf meine Tochter Jasmin und er fragt sie: „Bist du erkältet?“

Jasmin schnäuzt sich und schüttelt ihren Kopf.

„Heuschnupfen?“

„Männer“, stöhnt Frau B. „Das Mädchen hat Liebeskummer, das sieht man doch.“ Bruno bellt. „Ja, nicht? Brunolein! Du kriegst so was mit.“

„Der kriegt nur mit, dass da Knabberkram auf dem Gartentisch steht“, knurrt Hans-Georg B. und kippt seinen Apfelkorn.

„Der Herr Philosoph geht für ein halbes Jahr nach Berlin, um dort das Prinzip der essbaren Stadt zu studieren“, erkläre ich.

„Na das ist doch kein Grund zu heulen.“ Hans-Georg B. winkt ab. „Ich würde das ein halbes Jahr sturmfrei nennen.“

Jasmin zieht ein neues Taschentuch aus der Packung und seufzt.

„Wer will Eiersalat?“, frage ich.

Jasmin rafft sich auf und sagt vorwurfsvoll: „Mama, ich esse schon so lange vegan, da könntest du dir ruhig mal merken, dass ich keine Eier esse.“

„Weiß ich doch, das ist ja auch ein Eiersalat ohne Eier“, entgegne ich.

„Was kommt als Nächstes“, stöhnt Hans-Georg, „Schnapspralinen ohne Schnaps?“

Meine Gartennachbarin knufft ihren Mann. Ich bereite schnell ein paar Eiersalatschnittchen mit Pumpernickel.

„Das schmeckt ja wirklich nach Eiern“ schmatzt Hans-Georg.

„Das liegt an den Kichererbsen und dem Kala Namak“, kläre ich auf.

„Kala was?“

„Namak, Kala Namak!“

„Ich kenn nur Salam alaikum“, stellt mein Gartennachbar kauend fest.

„Salami kennst Du vielleicht“, rügt Frau B. ihren Gatten. „Salam alaikum, so ein Quatschkopf.“

„Kala Namak ist ein schwefelhaltiges schwarzes Salz“, näselt das Fräulein Tochter und schnäuzt sich erneut.

„Was ist in dem Salat sonst noch drin?“, will Frau B. wissen.

Ich zähle auf: „Für zwölf Portionen koche ich 150 g Spirelli in Salzwasser bissfest und hacke sie grob. 320 g gekochte Kichererbsen püriere ich zusammen mit einem gestrichenen Teelöffel Kurkuma. Zwei mittelgroße Zwiebeln (zirka 120 g) schneide ich in feine Würfel. Eine Hand voll Schnittlauch schneide ich in feine Röllchen und vermische alle Zutaten mit 220 g veganer Mayonnaise, Salzen, Pfeffern, fertig. Die Mayo bereite ich nach folgendem Rezept: 100 ml Sojamilch mit einem Teelöffel Senf und mit einem Esslöffel weißem Balsamicoessig in einem hohen, schmalen Behälter mixen und unter ständigem Rühren 150 bis 200 ml Rapsöl zufügen.“

Blind Date # 4

Was kommt dabei heraus, wenn sich 14 BloggerInnen zu einem festlegten Song Gedanken machen und die entstandenen Beiträge zeitgleich ins Internet stellen?

Unter dem Motto „Peaches“ hat jede/r von uns einen Beitrag zu dem gleichnamigen Song von The Presidents of the United States of America geschrieben.

Wir wissen nicht was die Anderen geschrieben haben, es gab keine inhaltliche Abstimmung und wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis!

Mit dabei sind:

Hauptstadtgarten,

Beetkultur,

Der kleine Horrorgarten,

Cardamonchai,

Milli Bloom,

Rienmakäfer,

Garteneuphorie,

Grüne Liebe,

Garteninspektor,

Faun & Farn,

Mrs. Greenhouse,

Buddenbohm & Söhne

Gartenbaukunst

und meinereine.

Viel Spaß beim Lesen!

Fotos: Sandra Geeck

Pfirsich_Insta

Geerdete Romantik

Ich sitze im Schaukelstuhl, ziehe die Decke fester um meine Beine und blinzele in die Frühlingssonne. Meine Gartennachbarin Frau B. und ihr Mann Hans-Georg sind mit ihrem Pfirsichbäumchen beschäftigt. Es ist höchste Zeit ein Fungizid gegen die Kräuselkrankheit zu spritzen, denn die Blätter haben das Mausohrstadium schon fast hinter sich gelassen. Während Hans-Georg mit der Sprühflasche hantiert, sucht Frau B. die Pflanzen unter dem kleinen Baum so gut es geht mit einem Vlies zu schützen.

Die beiden haben mich offenbar noch nicht entdeckt.

Hans-Georg peilt am rosigen Gesicht seiner Gattin vorbei Richtung Sonne und säuselt: „Wenn ich so am Flaum deiner Wange entlang sehe, ist mir, als würden schon Pfirsiche in den Zweigen hängen.“

„Och hör bloß auf, du alte Schmalzbacke“, wehrt Frau B. die Avancen ihres Gatten ab, fährt sich mit den Fingern durch ihr dauergewelltes Haar und fügt verschmitzt hinzu: „Wenn du mal ein wenig höher guckst, dann siehst du die Kräuselkrankheit, ich muss dringend mal wieder zum Frisör.“

Ragout fin vom Baumhuhn

Ein Wort Voraus:

Die folgende Geschichte wurde inspiriert durch einen Beitrag der Bloggerin Iris Blitz auf ihrem wunderbaren Blog: Durantis

Vielen herzlichen Dank, liebe Iris, auch für die zahlreichen anderen Anregungen.

Meine Gartennachbarin Frau B. steht mit ihrem Mann Hans-Georg und Bruce an meinem Zaun. „Sag mal“, Frau B. stupst Bruce an, „als Vorstandsmitglied kennst du dich doch jetzt aus. Ist Kleintierhaltung auf den Parzellen nun erlaubt, oder nicht?“

„Wie kommst du darauf?“ Brunce runzelt seine Brauen.

„Na“, fährt Frau B. fort, „der Pierre hat doch jetzt ein Baumhuhn.“

„Aber das ist doch gar kein ri…“, versucht Hans-Georg einzuwenden, wird aber von seiner Frau unterbrochen: „Lass doch Bruce mal erzählen, Hans-Georg.“

„Wo hat Pierre denn das Baumhuhn?“

„Na an dem alten Stubben.“

„Am Aprikosenstubben? Den sollte er doch längst rausmachen.“

„Pierre sagt, das macht das Baumhuhn für ihn.“

„Ein Huhn das Stubben rodet?“ Bruce kratzt sich ungläubig am Hinterkopf. „Und das ist nur ein Huhn?“

„Soweit ich weiß“, grinst Frau B. listig.

„Eigentlich dürfen keine Tiere auf der Parzelle gehalten werden.“ Stellt Bruce ernst fest.

„Ich möchte auch so ein Huhn.“ Frau B. sieht Bruce verschmitzt an.

„Das ist es eben. Mit einem Huhn fängt es an und zuletzt hat einer ein Pony auf der Wiese stehen.“ Bruce gibt sich unversöhnlich.

„Ein Huhn?“, Hans-Georg schüttelt seinen Kopf. „Wir haben ja nicht mal Stubben und überhaupt, ein einzelnes Huhn, das ist doch gar nicht artgerecht. Karo-Tina was sagst du?“

„Hühner fühlen sich nur in Gruppen wohl.“ Obwohl mir die Sache seltsam vorkommt, spiele ich mit.

„Und sie brauchen einen Hahn“, fügt Frau B. hinzu.

„Wenn die Hühner Stubben roden, was macht dann der Hahn? Ortbeton raushacken, vielleicht“, sinniert Hans-Georg.

Allmählich dämmert Bruce, dass Familie B. ihn auf den Holzweg führen will. „Ihr bindet mir doch einen Bären auf“, schnaubt er.

„Nein, ein Baumhuhn“ prustet Hans-Georg los. „An Pierres Aprikosenstubben wächst ein Schwefelporling und dieser essbare Pilz wird Baumhuhn genannt, weil er angeblich wie Huhn schmeckt.“

„Dann ist es ja gut“, Bruce wirkt erleichtert und fragt mich: „Hast du sowas schon mal zubereitet?“

„Das käme auf einen Versuch an.“

Ich werde Pierre 500 g Baumhuhn abschwatzen, vorzugsweise die jüngsten Randpartien denn die älteren Pilzteile sind angeblich ungeniessbar. Dann nehme ich eine geschälte Zwiebel pinne mit drei Nelken ein großes Lorbeerblatt daran fest und koche sie in einem Liter Wasser zusammen mit den Pilzstücken und 8 Pefferkörnern. Nach zirka 15 Minuten fische ich die Pilzstücken zum Abkühlen heraus und gieße einen 3/4 Liter der Brühe durch ein Sieb. In 50 g Margarine schwitze ich 50 g Mehl an und rühre mit dem Schneebesen zunächst die Brühe und dann 200 ml Sojasahne ein. Die Sauce schmecke ich mit Zucker, Pfeffer, Salz, Weißwein, Zitronensaft und Worcestershiresauce ab. Dann brate ich 200 g in Scheiben geschnittene Champignons zusammen mit zwei geschälten und gewürfelten Schalotten in wenig Rapsöl an. Die Schwefelporlingstücke werden nun auch in kleine Würfel geschnitten und zusammen mit den Champignons unter die Sauce gehoben. Zu guter Letzt wird das Ragout in Blätterteigpasteten gefüllt und im Ofen bei 175 °C Umluft gebacken.

Eine Rumpelkisten-Award-Fusion

Ich schiebe schon eine Weile, genauer seit dem 29.12.2017, eine Recognition-Award-Nominierung vor mir her. Erhalten habe ich diese von Michaela alias ElaLettrice. 

Vielen Dank dafür.

Der Recognition-Award ist bei mehrfacher Nominierung ein wenig problematisch, denn wie das am Anfang mit der Bloggerei so war, kann ja eigentlich nur einmal erzählt werden.

Ich tat es zum Beispiel hier.

Auch die geforderten zwei Ratschläge für Blogger-Neulinge können mit der Zeit zum Problem werden, wenn nicht immer wieder die selben zwei Ratschläge wiederholt werden sollen.

Und Ratschläge wie:

Du musst regelmäßig Beiträge veröffentlichen, um Deine Leser bei Laune zu halten!

Oder:

Um von Suchmaschinen gut gefunden zu werden, sollten Deine Beiträge mindestens 10000 Zeichen lang sein!

Oder:

Wichtig sind Überschriften mit besonderen Schlüsselwörtern!

Solche Ratschläge will ja kein Mensch mehr geben ähm hören. Oder?

Ein Ratschlag, der mir heute quasi aus der Kommentarspalte fiel, wäre:

Haltet immer schön Ordnung bei Award-Nominierungen die ihr im Laufe der Zeit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erhalten werdet.

Die liebe Dr. Nessy alias Dr. med. Agnes Wagner von Salutarystyle hat nämlich vor geraumer Zeit, also vor noch geraumerer Zeit als Michaela von ElaLettrice, genauer am 13.09.2017, einen Nominierungskniff angewendet, in dem sie unter einen Beitrag zur Nominierung für den Unique-Blogger-Award schrieb:

„Allerdings nominiere ich nicht 15 Blogger, sonder A L L E, die diesen Artikel tatsächlich durchlesen! Denn Ihr habt natürlich einen sehr guten Geschmack!“

Da hatte Dr. Nessy mich natürlich erwischt. Wenn ich die Nominierung jetzt nicht angenommen hätte, wäre womöglich noch der Eindruck entstanden, ich würde Beiträge nicht richtig lesen. Den „Gefällt mir“-Knopf hatte ich leichtfertiger Weise schon gedrückt. Also flugs den Link zum Nominierungsbeitrag in den Ordner mit dem Titel: „Awarde und Gedöns“ kopiert und dann …

Ja dann hab ich doch vergessen einen Beitrag zu schreiben.

Und wann fiel es auf?

Als ich heute von Dr. Nessy die Nominierung zum TMI-Award erhielt. Aber dazu später mehr.

Heute will ich erstmal den Unique-Blogger-Award und den Recognition-Award aus dem Rumpelkisten-Ordner befreien und fusionieren.

Zur Unique-Blogger-Award-Nominierung gehören drei Fragen von Dr. Nessy.

1. Was sollte ein Blog unbedingt haben, damit er für Euch interessant ist?

Da fällt mir vor allem ein, was er möglichst nicht haben sollte: Diverse Pop-up-Fenster, die mich zum Folgen animieren oder in soziale Netzwerke locken sollen. Ich bin zwar selbst auch auf Facebook und Twitter unterwegs, aber die Links zu den Netzwerken sollten nicht den Blog dominieren.

2. Was wollt Ihr selbst mit Eurem Block bezwecken und was unternehmt Ihr dafür?

In allererster Linie ist Karotinasblog für die Gartengeschichten entstanden, die sonst nur den Lesern der Zeitung „Gartenfreund“ im Freistaat Sachsen vorbehalten geblieben wären.

3. Wieviel Zeit verbringt Ihr pro Woche auf (Euren und anderen) Blogs?

Zirka fünf bis zehn Stunden.

So, ich danke noch einmal Michaela und Dr. Nessy für die Nominierungen und damit ich die Sache mit dem TMI-Award (TooMuchInformation) nicht vergesse, mache ich mir noch schnell einen Knoten in mein Laptop.

Und das mit den Nominierungsregeln, naja, wer das hier alles gelesen hat, der sei nominiert – hehehehe.  😀

Unsortierte Grüße aus dem Garten  🙂

Achtmillionster „Liebster Award“

Früher, schreibe ich und komme mir alt und weise vor, früher so vor fünfzehn oder fünfundzwanzig Monaten, da lernte ich den „Liebster Award“ als ein Vernetzungsspielzeug kennen, das Bloggern mit weniger als dreihundert Followern dazu dienen sollte, in Bloggersdorf auf sich aufmerksam zu machen.

Aber das war früher. Nach zahlreichen anderen Award-Versionen ist nun wieder eine Nominierung zum „Liebster Award“ ins Haus Aldente geflattert und zwar vom achtmillionsten Mamablog.

Nicht das jemand denkt, ich könnte Alexandra nicht leiden. Nein! Die Bezeichnung „Der achtmillionste Mamablog“ hat sich Alexandra, selbstironisch wie sie ist, ganz allein ausgesucht. Und in der URL steht dann auch noch: Mamastehtkopfblog, was die Blogbeschreibung auf das Angenehmste abrundet. Schaut doch mal bei ihr vorbei.

Vielen Dank für die Nominierung kopfstehende Alexandra, es ist mir eine Ehre.

Natürlich ignoriere ich das Regelwerk und beantworte nur die Fragen.

Hätte man Dir früher gesagt, dass Du mal bloggen wirst, was hättest Du geantwortet?

Hä? Bloggen? Issndas?

Wann findest Du die Zeit zum Schreiben?

Zu selten.

Fünfhundert Euro und einen Tag frei. Was machst Du?

Ich kaufe mir noch einen freien Tag oder zwei.

Familienhotel oder Campingplatz wo finde ich Dich?

Wenn nur diese beiden zur Auswahl stünden, dann wohl Campingplatz.

Bald ist Fasching! Muffel oder Jeck? Und warum?

Ich habe zu derlei Veranstaltungen ein eher distanziertes Verhältnis. Muffel würde ich jetzt aber auch nicht grad – ok ich geh als Muffel.

Wenn Du in die Vergangenheit reisen könntest, in welchem Jahr würdest Du landen?

Ich würde nicht in die Vergangenheit wollen. Das war mir alles zu gruselig.

Was ist Dein ganz persönlicher Inbegriff von Glück?

Wenn ich meiner Kreativität freien Lauf lassen kann.

Welche Filme gehen für Dich im Kino gar nicht?

Splatterhorror.

Salat oder Steak? Bier oder Wein?

Salat und Ingwertee.

Dein Leben in zehn Jahren. Wie sieht das aus?

Na super!

Ich sitze im Garten am Computer und beantworte die Fragen der achtmillionsten Liebster-Award-Nominierung.

Gefüllte Chicorée-Schiffchen

Von den Jahreszeiten sind mir Frühling und Herbst die liebsten. Auf die letzten warmen Herbsttage sollte unmittelbar ein angenehmer Frühling folgen.

Doch wenn ich mich nur zwischen Sommer und Winter entscheiden könnte, hätte ich ein Problem. Denn obgleich ich Kälte nicht mag, ist der Umgang mit ihr irgendwie einfacher, als mit Hitze. Im Winter einen zusätzlichen Pullover überstreifen kann jeder, bei 38 Grad Celsius im Schatten ist mit Kleidung ablegen irgendwann Ende im Gelände. Außerdem kann ich auch mit mehreren warmen Kleidungsstücken übereinander gezogen noch Gartenarbeiten verrichten, ohne dabei ins Schwitzen zu geraten. Alles eine Sache des textiltechnischen Feintunings.

Als universelles Kleidungsstück hat sich meine Latzhose erwiesen. Im Sommer schlabbert sie mir angenehm um die Beine und lässt jeden Windhauch passieren und im Winter kann ich sie gewissermaßen als Oberpelle über Strumpfhose und Jogginghose verwenden.

So präpariert, können mich selbst tiefste Temperaturen nicht schrecken. Auch viel Bewegung macht mir dabei nichts aus, außer, wenn ich am Morgen eine Strumpfhose mit ausgeleiertem Gummibund aus dem Schrank gefischt und angezogen habe. Dann gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder ich kehre noch einmal zum Schrank zurück und verändere die Kleidungsordnung oder ich fasse alle paar Minuten mit den Händen seitlich vom Hosenlatz nach der Kordel von der Trainingshose, zupfe diese auf, greife den Bund der Strumpfhose, ziehe diesen unter Zuhilfenahme rhythmischer Bein- und Hüftbewegungen nach oben und fummele schließlich wieder eine Schleife in die Sporthosenhalteleine. Sinnvollerweise sollte die Prozedur begonnen werden, bevor die Strumpfhose den Schlüpfer mit auf Expedition zur Südhalbkugel genommen hat.
Diese Verrichtung nimmt natürlich eine Menge Aufmerksamkeit in Anspruch. Schließlich soll ja nicht zu viel Kaltluft zwischen die Kleidungsstücke geraten.

„Hrm, hrm!“ Ich höre hinter mir ein Räuspern. Ich zurre die Kordel fest, rücke meine Pudelmütze grade und drehe mich um. Am Zaun steht Lutz, der wegen seiner Ähnlichkeit mit dem französischen Schauspieler Pierre Richard von allen nur Pierre genannt wird.

„Du hast mich erschreckt. Wie lange stehst du schon da?“ frage ich.

„Och, noch nicht so lange. Sah interessant aus. Was treibst Du da?“

„Strumpfhose rutscht“, gebe ich mürrisch zurück.

„Willst du Chicorée?“

„Ja!“ Meine Laune bessert sich augenblicklich.

Pierre reicht mir einige Zichorienknospen.

„Was wirst du daraus machen?“, fragt er überm Gehen.

„Och, vermutlich was Kaltes. Von den sechs Chicorée löse ich zirka 20 bis 25 Blätter ab. Den Rest gebe ich mit 50 Gramm eingeweichten Cashewkernen, je 50 Gramm geputztem und kleingehacktem Knollen- und Staudensellerie, je einem Teelöffel edelsüßem Paprikapulver, Zitronen- und Rote-Bete-Saft, je einem Esslöffel Olivenöl und Sojasauce und einer großen Gemüsepaprika und einem Stängel Petersilie in den Mixer. Die Creme auf die Chicorée-Schiffchen streichen – fertig.“

„Kannst du mir das aufschreiben?“

„Mach ich und schönen Dank nochmal.“