Willkommen!

Die Gartengeschichten dieses Blogs, wurden bereits in der Verbandszeitschrift des LSK (Landesverband Sachsen der Kleingärtner) „Sachsen aktuell“ veröffentlicht.

Dieser Blog dient dazu, die Geschichten und Rezepte einem größeren Personenkreis zugänglich zu machen.

Außerdem wird es hier hin und wieder Beiträge geben, die nicht in der Zeitung standen.

Ich wünsche allen Lesern gute Unterhaltung.

Kommentare und Anregungen sind ausdrücklich erbeten.

Karo-Tina Aldente

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Planetenübergreifende Gespräche

MitmachBlog

Liebe LeserInnen,

die Älteren unter Ihnen werden sich erinnern, es gab mal Zeiten, da lag ich mit meinen Votings zur Themenwahl immer daneben und zwar meist sehr daneben. Das war eine willkommene Begründung dafür, mich nicht jede Woche zu Wort zu melden.

Andererseits wurden in den vergangenen drei Wochen mit schöner Regelmäßigkeit die Themen meiner Wahl auch von einigen anderen Abstimmenden favorisiert und ich habe trotzdem nichts geschrieben.

Asche auf mein Haupt.

Mein Nachbar vom Planeten Dings ist in den vergangenen Wochen leicht reizbar. Ich kann sagen, was ich will, alles wird gleich als Provokation gewertet und entsprechend bissig beantwortet. Das wir im Augenblick hauptsächlich über soziale Netzwerke kommunizieren, macht das die Sache nicht unbedingt einfacher.

Wie oft habe ich Kommentare überarbeitet und die Worte Schwachkopf und Blödmann gelöscht?

Immer schön sachlich bleiben, ist die Devise.

Aber wenn der Knallkopf so weiter macht, dann werde ich früher oder später auch…

Ursprünglichen Post anzeigen 54 weitere Wörter

Mystery Blogger Award #1

Es ist schon eine Weile her, da nominierte Barbara diesen Blog für den Mystery Blogger Award. Vielen Dank dafür.

Im Beipackzettel dieses Award heißt es:

Dies ist eine Auszeichnung für erstaunliche Blogger mit genialen Beiträgen. Ihr Blog fasziniert nicht nur, er inspiriert und motiviert. Sie sind einer der besten da draußen, und sie verdienen jede Anerkennung, die sie bekommen. Diese Auszeichnung ist auch für Blogger, die Spaß und Inspiration im Bloggen finden und sie tun es mit so viel Liebe und Leidenschaft.

Kein Award-Nominierung ohne Regeln, der Mystery Award hat folgende:

Stelle das Logo in dein Blog.

mystery-blogger-award-logo
Liste die Regeln auf.

😉

Danke der Person, die dich nominiert hat, und füge einen Link zu ihrem Blog bei.

Siehe oben.

Nenne die Urheberin des Awards und füge ebenfalls einen Link bei.

Okoto Enigma

Erzähle den Lesern drei Dinge über dich.

Ich bin ein Avatar, der für eine Gartenzeitung entwickelt wurde.

Hinter mir stecken mindestens zwei KleingärtnerInnen.

Die Geschichten wurden überwiegend durch Ereignisse inspiriert, die sich in einem der 23 schönsten Kleingärtnervereine der Bundesrepublik Deutschland ereigneten.

Nominiere 10 bis 20 Personen.

Nee, mach ich nicht!

Informiere die Nominierten, indem du in ihrem Blog kommentierst.

Brauch ich nicht – siehe oben. Möge jeder teilnehmen, der gern Fragen beantwortet.

Stelle den Nominierten fünf Fragen deiner Wahl; eine davon sollte seltsam oder lustig sein.

Mach ich später-

Teile einen Link zu deinen besten Posts.
Kommt am Schluss dieses Beitrages.

Zunächst – Barbaras Fragen:

Was würde mich an Dir überraschen?

Vielleicht die Tatsache, das ich ein Avatar bin.

Was machst Du komplett anders als andere Leute?

Das kommt natürlich drauf an, wer die anderen Leute sind. Ich lebe avap (as vegan as possible), aber damit mache ich natürlich nur omnivoren Leuten gegenüber etwas anders.

Womit kannst Du inzwischen leben, obwohl Du lange damit gehadert hast?

Mit der Tatsache, das ein andauernd friedvolles und glückliches Miteinander der Menschen nicht möglich ist.

Wohin geht Deine nächste Reise?

Hoffentlich ans Meer.

Was war deine interessanteste Erfahrung mit Drogen?

Ich bekam mal ein sehr starkes Schmerzmittel. Keine Ahnung was da für Wirkstoffe drin waren. Ich fühlte mich danach ganz leicht und irgendwie pfluffig. Das war recht angenehm.

Meine Fragen

an alle, die gern Fragen beantworten, denn Nominierte gibt es hier ja nicht.  😉  🙂  😀

  1. Wenn Du Dich entscheiden müsstest: Ziergarten oder Nutzgarten?
  2. Auf wen würdest Du immer Rücksicht nehmen?
  3. Wenn es die Gartengeschichten rund um meine Gartennachbarin Frau B., Rapunzel, dem Fräulein Tochter, Hans-Georg B., Bruce, Pierre, Kojak und all die anderen als Buch zu kaufen gäbe, wieviel würdest Du dafür ausgeben?
  4. Was hälts Du von Minimalismus?
  5. Warum machst Du hier mit?

Soooooo ……

Jetzt noch die Links zu den erfolgreichsten Beiträgen. Ich nehme jetzt mal nur die Gartengeschichten und zwar die mit den meisten Likes.

Platz eins

mit 201 Likes: Papas Arrugadas con Mojo

Platz zwei

mit 195 Likes: Kalter Hund

Platz drei

mit jeweils 189 Likes: Spargel – Rosmarin – Kartoffeln und Ackerbohnen mit Oliven und Zitrone

Ich hoffe es hat Euch Spaß gemacht. Mal sehen wer dieses Stöckchen hier aufhebt.

Gespannte Grüße aus dem Garten

Kürbissuppe mit Popel

Meine Gartennachbarinnen Frau B. und Rapunzel sitzen mit einigen anderen Gärtnerinnen am Vereinsheim und bespaßen Kinder mit Herbstbasteleien. Aus Pappzylindern von verbrauchten Toilettenpapierrollen entstehen Fledermäuse. Walnussschalen und Kiefernzapfen werden zu Spinnen umgestaltet. Die Kinder sind kostümiert.

„Na“, frage ich im Vorübergehen, „wollt ihr einen Kürbis haben?“

„Ich weiß wo es lang geht.“ Paul stürmt, gefolgt von den anderen Kindern, in Richtung meines Gartens davon. Frau B. reibt sich mit einem Küchentuch die Leimreste von den Händen. Wir gehen der Rasselbande nach.

Wie nicht anders zu erwarten, hockt hinter jeder Hecke ein Pirat, ein Vampir oder ein Gespenst, um mit lautem „BUH“ hervorzuspringen, wenn wir uns nähern.

In meinem Garten stehen die Kinder ratlos am Kompost. „Und wo ist der Kürbis?“, fragt Paul.

„Der hier gefällt euch wohl nicht?“ Ich klopfe auf einen zirka sieben Kilogramm schweren, graugrünen Kürbis der Sorte „Sweet Grey“.

„Der ist ja gar nicht orange“, moniert Paul.

„Das ist doch gar kein Kürbis“, ergänzt Moritz und schließt seine Expertise mit den Worten: „Das ist ein Popel.“

„Ihhihihi, ein Popel“, kreischen die Kinder.

Ich wuchte den Kürbis auf meinen Bollerwagen und wir ziehen zurück zum Vereinsheim.

Schnell stellen die Kinder fest, dass der „Popel“ innen orange ist. Sie helfen beim Aushöhlen. Ich bereite unterdessen das Kochfeuer vor.

Schnell werden 12 Kartoffeln geschält und 12 Äpfel gewaschen und die Kerngehäuse entfernt. Die Äpfel und Kartoffeln in kleine Stücke schneiden und zusammen mit drei Kilogramm Kürbisfleischwürfeln und sechs Lorbeerblättern in drei Liter Gemüsebrühe für 20 Minuten kochen.
Währenddessen schäle und hacke ich 120 Gramm frischen Ingwer, schneide drei Chilischoten in feine Ringe vermenge alles mit dem Saft von drei Zitronen und drei Orangen. Wenn das Gemüse gar ist, werde ich diese Zutaten zusammen mit 600 Millilitern Kokosmilch in den Kessel gießen, mit Currypulver, Salz und Pfeffer würzen und das Ganze pürieren. Ein solcher Kessel reicht für ungefähr 20 Portionen.

Aber noch ist es nicht so weit. Die Kinder haben unter Aufsicht von Rapunzel den Kürbis mit einer Fratze versehen und stellen nun vorsichtig Teelichter hinein.

Pirat Paul hat sich in der Kiste mit den Sitzauflagen versteckt. Immer wenn sich ein Ahnungsloser der Kiste nähert reißt er unter furchteinflößendem Geschrei den Deckel auf.

Ein zirka dreijähriges Gespenst sorgt für Erheiterung, weil es immer wieder auf sein Bettlaken tritt und hinfällt. Die Mutter tröstet ihren Gruselzögling, der wegen der allgemeinen Schadenfreude in Tränen ausgebrochen war.

Als die Suppe fertig ist, fülle ich sie in essbare Schalen.

Es wird ruhiger am Festplatz. Der Kürbis grinst in die Dunkelheit. Wir rücken näher ans Feuer.

„Habt ihr meinen Seeräuber gesehen?“ fragt eine Stimme aus dem Halbdunkel.
Wir schauen uns um.

„Ich hab ihn“, meldet Rapunzel. Sie hält den Deckel der Sitzkissenkiste geöffnet. Zwischen zwei Bierbankauflegern liegt selig schlummernd Paul.

Wer hat an der Uhr gedreht?

Heute vor zwei Jahren startete dieses / dieser Blog. (Wann wird endlich mal verbindlich festgelegt, ob es das oder der Blog heißt?)

Zwei Jahre? Wo sind diese 24 Monate hin? Es kommt mir viel kürzer vor.

Aber WordPress hat gratuliert und da wird es wohl stimmen.

So habe ich wiedermal die Ehre, Danke zu sagen.

Herbstblumen klein

Danke an alle Leser und natürlich ein besonderes Dankeschön an meine 930 Follower.

Danke für Eure Kommentare und Likes.

Ich freue mich, wenn Euch meine Beiträge gefallen.

Auf geht’s ins dritte Jahr.

Feierliche Grüße aus dem Garten

 

 

Geklonte Cousinen

MitmachBlog

Liebe LeserInnen,

es gibt Themen beim Mitmachblog, da komme ich einfach nicht dran vorbei. Vor allem wenn der Planet Dings eine Rolle spielt, dann muss ich einfach meinen Senf dazu geben.
Mein Nachbar vom Planeten Dings war in den vergangenen Wochen offenbar auf Reisen, jedenfalls begegnete ich ihm nicht.

Ich muss also zu ihm gehen, denn mir laufen zwar ständig Leute vom Planeten Dings über den Weg, aber das sind meist Situationen, die nicht dazu angetan sind, nach verwandtschaftlichen Verhältnissen zu fragen.

Ich nehme ein Glas Marmelade mit und ein paar Quitten. An der Wohnungstür meines Nachbarn klingele ich und warte. Es passiert nichts. Ich klinge abermals.
Welche Wartezeit ist zwischen dem ersten und dem zweiten Klingeln eigentlich angemessen, denke ich. Ich zähle … neunundzwanzig, dreißig. Ich drücke den Klingelknopf ein drittes Mal.

Ich höre ein Rumoren in der Wohnung meines Nachbarn, dann klappern Schlüssel und die Tür wird einen…

Ursprünglichen Post anzeigen 265 weitere Wörter

Grüne Grütze, Rote Grütze

„Dort drüben.“ Mein Gartennachbar Hans-Georg B. gestikuliert, am Ufer seines Gartenteichs stehend, über den zirka sechs Quadratmeter großen Tümpel, als sei es ein Ozean. „Kommst du da ran? Da drüben ist noch was.“

Der Angesprochene ist der Freund von meinem Fräulein Tochter. Eigentlich studiert er Philosophie, aber im Augenblick müht er sich, die Entengrütze mit einem Laubbesen von der Wasseroberfläche zu fischen. Sorgfältig bugsiert er die Teichlinsen in einen großen Eimer mit frischem Wasser. Sein Bart ist zerzaust und sein Männerdutt ist, ob der konzentrierten Anstrengung, in Auflösung begriffen.

Das Fräulein Tochter sitzt mit mir und meiner Gartennachbarin Frau B. an meinem Gartentisch. Wir trinken Tee. Belustigt beobachten wir die Herren der Schöpfung.

„Na“, fragt Frau B., „was macht die essbare Stadt?“

Das Fräulein Tochter zückt sogleich ihr Smartphone und klärt uns über Wasserlinsen auf.

„In asiatischen Ländern wie Laos, Thailand und Kambodscha gehört die Wasserlinse zum Speiseplan. Das Wildkraut nimmt es beim Eiweißgehalt mit der Sojabohne auf und hat Omega-3-Fettsäuren wie sie auch in Leinöl vorkommen.“ Meine Tochter hält mir das Display hin.

Ich lese vor: „Allerdings reichern Wasserlinsen auch Schadstoffe, wie Radium, an.“

„Pfft“, macht das Fräulein Tochter, entzieht mir die Informationsquelle und scrollt weiter. „Hier steht aber auch, dass Entengrütze ein für den Menschen wertvolles Wildgemüse ist.“

„Wie schmeckt das denn?“, will Frau B. wissen.

„Wie grüner Salat.“

„Also mehr so nach nichts?“

„Das hat aber den Vorteil, dass Wasserlinsen in jede Geschmacksrichtung gewürzt werden können“, trotzt das Fräulein Tochter.

„Na, Hauptsache der Hans-Georg hat seinen Teich sauber.“ Frau B lehnt sich zurück.

„Jetzt haben die Goldfische wieder Licht in meinem Biotop“, ruft Hans-Georg vom Ufer herüber. Der Philosoph schüttelt seinen Kopf. „Ein Biotop wäre es vielleicht, wenn keine Fische drin wären. In stehenden Gewässern unter 60 Quadratmetern kommen in Deutschland natürlicherweise keine Fische vor. Die meisten Fischarten benötigen viel Sauerstoff und leben in Bächen und Flüssen oder in sauerstoffreichen Seen mit Wasseraustausch.“

Mein Gartennachbar winkt ab. „Die Fische fressen die Mückenlarven, damit uns die Mücken nicht fressen.“

„Immerhin haben wir eine gute Ernte.“ Der Philosoph schnappt sich den Eimer. „So kurz vor dem Winter enthält Entengrütze viel Stärke, denn alles was wir jetzt nicht erwischt haben sinkt zum Überwintern auf den Teichgrund.“

Die Grützefischer gesellen sich zu uns.

„Mal was anderes, Mutti“, druckst das Fräulein Tochter herum. „Unser Gefrierwürfel ist kaputtgegangen und ich hab jetzt ein Menge Beeren, die schnell verarbeitet werden müssen.“

„Marmelade!“ Brummt Frau B. und ich nicke.

„Oder du machst rote Grütze. Du rührst 25 g Stärke mit einer Tasse Wasser an. Dann zirka 250 g Beeren mit 50 g Rohrohrzucker und etwas Wasser zum Kochen bringen. Die Stärke einrühren und wenn die Masse eindickt, abkühlen lassen. Dazu eine schöne Vanillesauce.“

Blind Date # 3 „I like Birds“

Was kommt dabei heraus, wenn sich 9 GartenbloggerInnen zu einem festlegten Song Gedanken machen und die entstandenen Beiträge zeitgleich ins Internet stellen? Unter dem Motto „I like birds“ hat jede/r von uns einen Beitrag zu dem gleichnamigen Song von den Eels geschrieben.
Wir wissen nicht was die Anderen geschrieben haben, es gab keine inhaltliche Abstimmung und wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis!

Mit dabei sind:

und meinereine.

Viel Spaß beim Lesen!

Du und ich

Bist Du Spatz, bin ich Zweig.
Baue ein Nest mit mir.

Doch Du bist Meise.
Dann bin ich Baum.
In einer meiner alten, tiefen Wunden,
wohnst Du,
ziehst deinen Nachwuchs in mir auf.

Doch dann bist Du Star
und ich Wurm.

Du Zaunkönig,
ich Dornenhecke.

Bist Du Schwalbe,
will ich Sommer sein.
Nur einmal noch.

Sei Taube,
ich bin von deinem Schlag.
Finde mich.

Pfeilschnell wie der Falke, der Du bist,
will ich Wind sein,
unter Deinen Schwingen,
denn Du bist Adler
und ich Wolke.

Siehst Du mich nicht?

Papas Arrugadas con Mojo

„Och, nicht die schon wieder.“ Meine Gartennachbarin Frau B. zieht mich am Arm hinter den alten Holunderbusch an ihrer Laube. Mit eingezogenen Köpfen spähen wir hinüber zum Zaun. Auf dem Gartenweg schlendern der kleine Paul und sein Freund Moritz. Die Kinder lugen zwischen den Latten hindurch. Schon haben sie uns entdeckt.

„Können wir Käfer sammeln?“ rufen sie uns zu.

„Mist“, murmelt Frau B. und reckt sich. Wir treten aus der Deckung.

„Na – ihr -zwei“, sagt Frau B. betont langsam und streicht sich mit beiden Händen über ihre Schürze.

„Können wir Käfer sammeln?“, wiederholt Paul seine Frage.

Vor einigen Wochen hatte Frau B. es für eine gute Idee gehalten, die Kinder zum Absammeln von Kartoffelkäfern zu rufen. Die wenigen Käfer waren schnell in alten Speiseeisverpackungen verstaut. Doch die Kinder wollten mehr. Fortan sammelten sie alles, was nicht schnell genug davonflog oder wegkrabbelte.

„Hier – äh – gibt es keine Käfer“ lügt Frau B. und scharrt mit dem Fuß ein paar Feuerwanzen beiseite.

Die Kinder bleiben skeptisch. „Wir könnten ja nochmal nachschauen.“ ruft Moritz.

„In die Ecke Besen Besen“, wispere ich. Frau B. funkelt mich an und zischt: „Lästere nur. Ich schicke die gleich zu dir.“ Doch dann huscht ein spitzbübisches Grinsen über ihr Gesicht.

„Aber mal was anderes“, ruft sie den Kindern zu, „wollt ihr mir beim Kartoffeln ernten helfen?“

„Jaaa!“

Frau B. greift zur Grabegabel. Sie zieht das Kartoffelkraut, Paul und Moritz klauben die Erdäpfel aus der Furche.

„Ach hier seid ihr!“ Pauls Mutter ist ihren Schützlingen gefolgt.

„Wie machen sie das nur“, fragt sie Frau B.“, bei uns krieg ich die kaum ins Beet.“

„Och“, erwidert Frau B. bescheiden, „das hat sich so ergeben.“

„Ihr könnt dann gleich bei uns weitermachen“, sagt Pauls Mutter zu den eifrigen Erntehelfern und fügt für Frau B. und mich erklärend hinzu: „Wir waren nämlich im Urlaub.“

„So? Urlaub?„, schnauft meine Gartennachbarin, „Wo denn?“

„Auf Teneriffa!“ schlaumeiert Paul.

„Soll ich uns Papas arrugadas machen?“, frage ich.

„Papa was?“ albert Paul.

„Diese salzigen Kartoffeln, die wir im Urlaub gegessen haben“, erklärt Pauls Mutter.

„Au ja – mit der scharfen Soße die?“

„Mit scharfer Soße – kommt sofort“, erwidere ich.

Zunächst entfache ich das Feuer in der Schale und hänge einen Kessel mit vier Litern Wasser darüber. Je Liter Wasser streue ich 300 g Speisesalz hinein. In das kochende Wasser gebe ich vier Kilogramm kleine Kartoffeln, die wir gründlich gewaschen haben. Nach zirka 20 Minuten sind die Erdäpfel gar. Ich fische sie mit einer Lochkelle heraus und gebe sie in eine Schüssel. Während des Abkühlens bildet sich eine Salzkruste. Für die scharfe Soße (Mojo) schäle ich 100 g Knoblauch, putze zwei rote Paprikaschoten und vier scharfe Peperoni und püriere alles mit vier getrocknete Tomaten, zwei Teelöffel Kreuzkümmel, zwei Teelöffel süßes Paprikapulver, zwei Teelöffel Salz in einem Mixer. Zirka 400 bis 500 Milliliter Olivenöl und 150 Milliliter Essig gebe ich vorsichtig zu, damit die Soße nicht zu dünn wird.

18, 20, weg

MitmachBlog

Liebe LeserInnen,

eben tobte da draußen vor dem Fenster noch Sturm mit Blitz und Donner. So schlimm, dass das Arte-Abendprogramm ganz pixelig wurde.

Sting sang Anfang April 2017 im Pariser Olympia.

Im August sendet Arte einen Mitschnitt. Das ist genau meine Aktualitätsspanne. Als ich Sting zum ersten Male hörte, so mit 18, 20 da hatte er noch die Polizei dabei.

Irgendwann, später erlebte ich ihn live. Da war ich gerade dabei herauszufinden, dass größere Menschenmengen immer Unheil bedeuten. Immer. Egal aus welchem Anlass sich Menschenmengen versammeln. Es kommt nie etwas wirklich Vernünftiges dabei heraus. Bestenfalls kommen alle unverletzt nach Hause und sagen: Das war aber ein schönes Konzert heute.

Und jetzt, wieder ein paar Jährchen später, sitze ich vorm Fernsehschirm und Sting singt: I’ll be watching you.

Dann schwenkt die Kamera ins Publikum und erfasst ein paar Französinnen, vielleicht sind es sogar Pariserinnen. Sie zücken ihre Smartphones, halten ein…

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