Willkommen!

Die Gartengeschichten dieses Blogs, wurden bereits in der Verbandszeitschrift des LSK (Landesverband Sachsen der Kleingärtner) „Sachsen aktuell“ veröffentlicht.

Dieser Blog dient dazu, die Geschichten und Rezepte einem größeren Personenkreis zugänglich zu machen.

Außerdem wird es hier hin und wieder Beiträge geben, die nicht in der Zeitung standen.

Ich wünsche allen Lesern gute Unterhaltung.

Kommentare und Anregungen sind ausdrücklich erbeten.

Karo-Tina Aldente

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Ja ist denn heut schon Weihnachten?

Liebe LeserInnen,

WordPress hat mir geschrieben.

Es ist eine Gratulation.

Die Bloggerin mit dem Blog namens Kolumnalpolitik hat sich als tausendste Followerin in meine Liste eingetragen. Erst war ich ein wenig erschrocken, weil ich dachte, da kommt jetzt gleich eine Bürgermeisterin um die Ecke. Aber dann stellte ich erleichtert fest, dass ich nur zu flüchtig gelesen hatte.

Wenn ich es ganz genau nehmen würde, dann müsste ich ja  auch die e-Mail-Follower mitzählen, da stünde der Blog mit dem Motto Man muss kein Mann sein, um gut in der Küche zu sein – aber man darf!“  an der tausendsten Stelle. Bei diesem Motto gehört natürlich auch ein knackiger Blogname her und mit Breadguerilla wurde er auch gefunden. Hier droht bei flüchtigem Lesen ebenfalls der eine oder andere Irrtum, nur soviel bei dem Motto kann es ja gar nicht um Affenbrotbäume gehen.

Aber WordPress zählt gewissenhaft nur die WordPress-Follower, ignoriert die e-Mail-Follower schmählich und wartet außerdem mit der Gratulation, bis der/die tausenderste FollowerIn sich eingefunden hat.

Diese Ehre wurde dem Blog erbsenundingwer zuteil. Auch hier geht es nicht um Nordmänner sondern um Essen – also ganz mein Ding. Da im Gravatar etwas von Erbsenprinzessin steht, vermute ich mal es handelt sich um eine Bloggerin. Und zur Zahl 1001 passt es geradezu märchenhaft.

Zwischen Breadguerilla und Kolumnalpolitik fanden sich noch Gaumenfreude und Malinadiy ein. Erstere folgt dem Motto Magenlos nicht Gaumenlos letztere scheint im Augenblick nicht am Netz zu sein,  trotzdem bedanke ich mich natürlich recht herzlich für das Interesse an meinem Treiben.

Wer gern rechnet, hat herausgefunden, dass ich lediglich drei e-Mail-Follower habe.

Zwischen Breadguerilla und Kolumnalpolitik … findet eigentlich noch jemand, das sich das wie „Zwischen Frühstück und Gänsebraten“ liest?

Nein?

Niemand?

Na, da ist das bei mir wohl die Vorfreude.

Zwischen Breadguerilla und Kolumnalpolitik – das Zeug zum Zungenbrecher hätte es jedenfalls.

1000 Follower – Ich freue mich!

Ich danke Euch allen für das Interesse. Vielen Dank für die Likes, für die Kommentare und überhaupt…

Ihr seid die Besten.

Allerkerzigste Adventsgrüße aus dem Garten.followed-blog-1000-2x

 

 

Rosenkohlcremesuppe mit karamellisierten Walnüssen

Seit Bruce im Vorstand mitarbeitet, komme ich kaum noch an seinem Garten vorbei, ohne dass er mir Aufträge aufhalst. Mal soll ich einen Brief bei einem Gartenfreund, der in meiner Nachbarschaft wohnt, einwerfen, mal braucht Bruce Hilfestellung beim Anbringen von Zetteln im Informationskasten. Auch heute ruft er: „Karo, warte mal bitte einen Augenblick.“

Ich stelle meinen Spankorb mit Rosenkohl ab und Bruce eilt mit langen Schritten auf mich zu. Er fragt: „Hast du morgen Nachmittag schon was vor?“
Was für eine Frage? Natürlich habe ich was vor. Ich habe immer irgendwas vor. Ich schüttele meinen Kopf.

„Fein“, strahlt Bruce, „dann kannst du doch bestimmt den Baumsachverständigen zu unserem Walnussbaum am Vereinsheim führen?“

„Was ist dem mit dem Baum?“

„Da sind ziemlich zentral einige große Pilze gewachsen und ich befürchte, dass die darüber befindlichen Äste abbrechen.“

„Das wäre aber schade.“ Ich ziehe einen Flunsch.

„Viel schlimmer wäre, wenn wir deshalb den ganzen Baum fällen müssen.“ Bruce reicht mir einen Beutel mit Walnüssen. „Hier – es sind vielleicht die letzten.“

„Wann kommt der Baumsachverständige?“ frage ich.

„Gegen vierzehn Uhr. Wenn du nicht dagegen hast, sende ich ihm deine Telefonnummer.“

„Ok!“ Ich lege die Walnüsse zu meinen Kohlröschen.

Zu Hause putze ich ein halbes Kilo Rosenkohl und halbiere die Röschen. Dann schäle und würfele ich dreihundert Gramm mehlig kochende Kartoffeln. Außerdem schäle und hacke ich zwei Schalotten und schwitze sie in heißem Rapsöl an. Später gebe ich den Rosenkohl und die Kartoffeln zu den Schalotten und gieße 500 Milliliter Gemüsebrühe an. Nach zirka zwanzig Minuten ist das Gemüse gar und ich püriere es mit dem Zauberstab. Während des Pürierens gieße ich 350 Milliliter Sojamilch dazu. Drei kräftige Prisen Muskatnuss und zwei Esslöffel Weißweinessig werden untergerührt, die Suppe kurz aufkochen, dann die Hitze reduzieren und ungefähr vier Minuten sachte köcheln lassen.

Währenddessen erhitze ich einen Esslöffel Rapsöl in einem kleinen Tiegel. Darin bringe ich zwei Esslöffel Rohrohrzucker zum Schmelzen. Jeweils einen Esslöffel Wasser und Balsamicoessig rühre ich hinein, bis der Zucker anfängt zu karamellisieren. Dann gebe ich 80 Gramm grob gehackte Walnusskerne dazu und würze mit Salz und Pfeffer.

Dann nehme ich die Suppe vom Herd, rühre fünf Esslöffel Sojasahne hinein, schmecke mit Salz und Pfeffer ab und streue vier Esslöffel gehackte, krause Petersilie darüber.

Es geht nichts über frische Walnusskerne. Jedes Jahr gibt es ein wunderbares Schauspiel, wenn die Nüsse reif sind und die Gartenfreunde schon in aller Frühe im Laub unterm Baum herumsuchen. Jeder tut so, als sei er rein zufällig vorbei gekommen und habe just im Augenblick die Idee gehabt ein paar Nüsse aufzuklauben. Manchmal jedoch fallen die Masken und der Futterneid tritt offen zu Tage. Bruce kam einmal dazu, wie zwei Kleingärtner mit Holzstangen, die sie zum Abschlagen von Nüssen verwendet hatten, aufeinander losgingen. Er hatte damals Mühe die Streithähne zu trennen.

Nominierung zum Elite Award

Liebe LeserInnen,

dass immer mehr Häuser zentral beheizt werden und Wohnungen mit Ofenheizung inclusive Braunkohlenbrikettbestückung immer seltener, ist dem Vernehmen nach, gut für die Umwelt. Zum Beispiel geht der Schwefelgehalt in der Luft zurück. Das wiederum hat zur Folge, das Pilze an Obst- und Ziergehölzen auf dem Vormarsch sind. Ob Mehltau, Kräuselkrankheit, Sternrußtau oder Birnengitterrost, die Gärtner haben ihre liebe Not. Vor allem die Kleingärtner, weil die Anzahl der Fungizide, die im Kleingartenbereich angewendet werden dürfen, recht überschaubar ist.

Woran es liegt, das die Award-Nominierungen sich augenblicklich so gut entwickeln, weiß ich nicht genau. Zusammenhänge mit Ofenheizungen sind mir jedenfalls nicht bekannt.

Obwohl gegen den Liebster Award offenbar grade ein wirksames Mittel gefunden wurde, entwickeln sich Mystery Award und Versatile Award prächtig und auch die Nominierung zu einen Recognition Award erhielt ich schon.

Aber dazu später, denn zunächst möchte ich gern die Nominierung für den Magen-Darm-Awa – hust  – Entschuldigung – für den Elite Award annehmen.

Herzlichen Dank dafür an den Aushilfsjedi und an Zeilenende, die mit ihrem Podcast „Die Elite“ offenbar die schöne Tradition der Expertengespräche weiterführen. Wer das, was Jürgen Kuttner und Stefan Schwarz zu diesem Thema bisher beitrugen, gut fand, dem wird vermutlich auch dieser Podcast gefallen.

Also nochmal ganz herzlichen Dank, ich fühle mich geehrt (zwinker, zwinker), denn:

Der Elite Award ist eine elitäre Blogger-Auszeichnung für die Besten der Besten.

Die Regeln sind einfach:
Danke der Person, die Dich für den Elite Award nominiert hat und verlinke sowohl ihren Blog als auch die Webseite der Elite(dieelitepodcast.wordpress.com) in Deinem Artikel.
Schreibe diese Regeln in Deinen Elite Award Blog Artikel.
Beantworte die 5 fixen Standard-Elite-Fragen zu Verschwörungen (sowie die 7 variablen Fragen, die der Blogger, der Dich nominiert hat, stellt.
Nominiere mind. 5 max. 13 weitere Blogger für den Elite Award
Stelle eine neue Liste mit 7 variablen Fragen für Deine nominierten Blogger zusammen.
Informiere Deine nominierten Blogger über den Blog Artikel.

Die 5 Standard-Elite-Fragen:
1. Was ist Deine Lieblingsverschwörung?

Eindeutig die Bielefeldverschwörung.

2. Warum?

Der geschiedene Mann des Cousins einer meiner Nachbarinnen betreibt in Bielefeld einen florierenden Aluhutmodeladen. Er soll demnächst sogar und eine Zweigboutique in Wuppertal eröffnen. Das weiß ich ganz genau.

3. Wenn Du einen Tag die Weltherrschaft hättest, was würdest Du tun?

Ich würde auf meinem Fahrrad nach Bielefeld fliegen.

4. Wie hat die Erkenntnis, dass es tatsächlich eine geheime Weltverschwörung gibt, Dein Leben nachhaltig verändert?

Naja, wie das mit der Nachhaltigkeit solcher Erkenntnisse ist, weiß ich noch nicht, dafür weiß ich es noch nicht lange genug. Aber wie sagt Nico Semsrott so schön: Wir haben nur zwei Möglichkeiten. Entweder wir glauben an bereits widerlegten Quatsch. Oder wir glauben an noch nicht widerlegten Quatsch.

5. Wenn es eine Zahl gibt, der Du etwas mystisches anhaften dürftest (außer den Klassikern 5, 7, 11, 13, 23,42, 666), welche wäre das und warum?

Hier entscheide ich mich spontan für die 101. Denn der vorliegende Beitrag ist mein 101. obwohl ich eigentlich in vergangenen zwei Jahren zunächst nur einen Beitrag pro Monat fabrizieren wollte.

die ursprünglichen Blogger-Startfragen aus Podcast Folge 22:

1. Wie kamst Du zum Bloggen und worüber schreibst Du?

Die ursprüngliche Idee war, die Gartengeschichten mit Rezept, welche seit September 2015 in der Zeitschrift „Gartenfreund“ im Landesteil „Sachsen aktuell“ erschienen sind, für einen größeren Leserkreis im Internet zu deponieren. Später kam die Eigendynamik der Bloggersphäre hinzu. Awarde und so’n Krempel, das kennen ja die meisten.

2. Wie wichtig sind Dir Kommentare?

Sehr wichtig. Zum Beispiel haben die Herren Zeilenende und Aushilfsjedi schon lange nichts mehr von sich hören lassen. Noch nichtmal ein Like gab es in letzter Zeit. Ist es denn die Möglichkeit? Ich such gleich mal meine Selbstzweifel raus. Wo hab ich die nur? Auch da liegen sie ja, gleich neben dem Awardnominierungsstapel.

3. Wie kamst Du auf den Namen Deines Blogs?

Karo-Tina schreibt Beiträge in einem Blog also: karotinasblog

4. Wie vernetzt Du Dich mit anderen Bloggern?

In dem ich Beiträge like, verlinke und kommentiere. Außerdem nehme ich andauernd Award-Nominierungen an und schreibe hin und wieder Beiträge für den MitmachBlog.

5. Dein Lieblingsblog außer deinem eigenen?

Schwierig. Es gibt sehr viele Blogs, die ich mehr oder weniger regelmäßig besuche. Sehr gut gefällt mir zum Beispiel Glumm „Locker machen für die Hölle“

6. Mit Redaktionsplan oder Freischnauze?

Die Gartengeschichten entstehen wegen der Zeitung mit Redaktionsplan der Rest Freischnauze.

7. Was möchtest Du gerne gefragt werden?

Wo soll ich den Koffer mit den Diamanten hinstellen?

BulldogDetail (2)

Nun habe ich die Stelle erreicht, wo die fröhliche Regelbrecherei beginnt. Einerseits legen einige BloggerInnen, die zweifelsohne zur Bloggerelite zählen, keinen Wert auf Nominierungen und andererseits möchte ich auch niemanden dadurch kränken, dass ich hier einen Eliteblog in meiner Nominierungsliste vergesse.

Geerdete Grüße aus dem Garten

Mystery Award #2 The Tomb

Es hat sich ja vielleicht herumgesprochen, aber dieser Blog ist ein Award-Grab.

Wenn es einen Tomb-Award gäbe: Hier – ich möchte gern nominiert werden.

Denn ich breche in aller Regel die Regeln. Deshalb wird hier die Nomonierungskette beerdigt.  😀

Vor zwei Jahren, als ich noch neu in Kleinbloggersdorf war, da versuchte ich noch alles richtig zu machen. Ich mailte tapfer in der Gegend herum, um Nominierungswillige ausfindig zu machen.

Heute spar ich mir das.

Keine Nominierungen mehr.

Wer mitmachen will, möge sich nominiert fühlen. Allen anderen wünsche ich einen guten Tag respektive eine gute Nacht.

Nun könnte der eine oder die andere BloggerIn denken: Warum pappt die Aldente nicht einfach einen „Awardfree Blog“ – Button in die Sidebar?

Tja, weil ich mich trotzdem von den Nominierungen geehrt fühle.

Besonders von denen, wo die nominierenden Blogger vorher anfragen, ob ich überhaupt nominiert werden möchte. Da bin ich immer ganz gerührt.

Zum Beispiel von Björn, dem ich hiermit recht herzlich danken möchte. Björn betreibt einen Blog namens Gartenbaukunst und außerdem ist er Schrebergärtner. Das verbindet natürlich. Außerdem hatten wir schon zwei Blind Dates.  🙂

Also liebe LeserInnen, wenn sie diesen Blog noch nicht kennen, dann schauen Sie dort ruhig mal vorbei, Sie werden es nicht bereuen.
Im Gegensatz zu Björn kann ich die Urheberin des vorliegenden Awards nicht uneingeschränkt empfehlen. Deshalb verlinke ich sie hier auch nicht nochmal. Wer bei Okoto Enigma unbedingt Klicks generieren möchte, der kann gern den Umweg über die erste Nominierung für den Mystery Award  gehen, die ich von Barbara erhielt.
Auch die Regeln können dort noch einmal nachgelesen werden.

Im Beipackzettel des Mystery Award heißt es:
Dies ist eine Auszeichnung für erstaunliche Blogger mit genialen Beiträgen. Ihr Blog fasziniert nicht nur, er inspiriert und motiviert. Sie sind einer der besten da draußen, und sie verdienen jede Anerkennung, die sie bekommen. Diese Auszeichnung ist auch für Blogger, die Spaß und Inspiration im Bloggen finden und sie tun es mit so viel Liebe und Leidenschaft.

Naja – Honigtopf zu.

Drei Dinge sollen erzählt werden.

Neulich erhielt ich das Angebot, auf meinem Blog Video-Werbung schalten zu lassen. Das habe ich abgelehnt, weil die Übereinkunft ohne Vertrag getroffen werden sollte. Da ich ein kostenloses Angebot von WordPress nutze, wollte ich meinen Lesern keine zusätzliche Werbung, auf die ich keinen Einfluss habe, zumuten.

Apropos Werbung, ich recherchierte vor einigen Wochen nach Dachbegrünungen. Seitdem bekomme ich in den Werbefenstern immer schöne Gründdachfotos präsentiert. Ich glaube ich recherchiere demnächst mal nach Rosen. Nach roten, versteht sich. Für mich soll’s rote Rosen regnen … träller

Ich singe gern aber schief.

Nun zu Björns Fragen die ich sehr schön finde, und deshalb möge jede/r, die/der sich von diesem Beitrag nominiert fühlt, sie ebenfalls beantworten:

Hättest Du gerne ein bedingungsloses Grundeinkommen und würdest Du dann noch arbeiten gehen?

Das bedingungslose Grundeinkommen wird wohl früher oder später kommen.

Mir wäre früher lieber und ich würde zu denen zählen, die dann trotzdem keine Langeweile haben.

Wie lautet die Antwort auf die Fragen nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest?

42

Wie heißt die Band, die die Party rockt?

Skunk anancie 

Gehst Du auf den Jahrmarkt, die Kirmes oder den Dom?

Selten, am ehesten noch auf den Weihnachtsmarkt.

Bevorzugst du eine utopische oder eine dystopische Zukunftsvorstellung?

Am liebsten würde ich unseren Kleingärtnerverein in Utopia umbenennen, damit ich mich dort vor der unausweichlichen Dystopie verstecken kann.

Soooooo ……

Die Links zu den erfolgreichsten Beiträgen befinden sich ebenfalls im Beitrag zur ersten Nominierung. Da hat sich bisher noch nichts geändert. (Kunststück, wenn bei solchen Gelegenheiten immer wieder Leser darauf hingewiesen werden.)

Deshalb möchte ich diese Regel dahingehend modifizieren, dass ich die drei Beiträge mit den (meiner Meinung nach unverdient) wenigsten Likes aufzähle.

1. Platz
mit 25 Likes Kartoffel-Apfel-Auflauf 

2. Platz
mit 34 Likes Aroniasaft & Mondkekse 

3. Platz
mit 35 Likes Erdbeerschnecken 

Ich hoffe es hat Euch Spaß gemacht.

Unregelmäßige Grüße aus dem Garten

Planetenübergreifende Gespräche

MitmachBlog

Liebe LeserInnen,

die Älteren unter Ihnen werden sich erinnern, es gab mal Zeiten, da lag ich mit meinen Votings zur Themenwahl immer daneben und zwar meist sehr daneben. Das war eine willkommene Begründung dafür, mich nicht jede Woche zu Wort zu melden.

Andererseits wurden in den vergangenen drei Wochen mit schöner Regelmäßigkeit die Themen meiner Wahl auch von einigen anderen Abstimmenden favorisiert und ich habe trotzdem nichts geschrieben.

Asche auf mein Haupt.

Mein Nachbar vom Planeten Dings ist in den vergangenen Wochen leicht reizbar. Ich kann sagen, was ich will, alles wird gleich als Provokation gewertet und entsprechend bissig beantwortet. Das wir im Augenblick hauptsächlich über soziale Netzwerke kommunizieren, macht das die Sache nicht unbedingt einfacher.

Wie oft habe ich Kommentare überarbeitet und die Worte Schwachkopf und Blödmann gelöscht?

Immer schön sachlich bleiben, ist die Devise.

Aber wenn der Knallkopf so weiter macht, dann werde ich früher oder später auch…

Ursprünglichen Post anzeigen 54 weitere Wörter

Mystery Blogger Award #1

Es ist schon eine Weile her, da nominierte Barbara diesen Blog für den Mystery Blogger Award. Vielen Dank dafür.

Im Beipackzettel dieses Award heißt es:

Dies ist eine Auszeichnung für erstaunliche Blogger mit genialen Beiträgen. Ihr Blog fasziniert nicht nur, er inspiriert und motiviert. Sie sind einer der besten da draußen, und sie verdienen jede Anerkennung, die sie bekommen. Diese Auszeichnung ist auch für Blogger, die Spaß und Inspiration im Bloggen finden und sie tun es mit so viel Liebe und Leidenschaft.

Kein Award-Nominierung ohne Regeln, der Mystery Award hat folgende:

Stelle das Logo in dein Blog.

mystery-blogger-award-logo
Liste die Regeln auf.

😉

Danke der Person, die dich nominiert hat, und füge einen Link zu ihrem Blog bei.

Siehe oben.

Nenne die Urheberin des Awards und füge ebenfalls einen Link bei.

Okoto Enigma

Erzähle den Lesern drei Dinge über dich.

Ich bin ein Avatar, der für eine Gartenzeitung entwickelt wurde.

Hinter mir stecken mindestens zwei KleingärtnerInnen.

Die Geschichten wurden überwiegend durch Ereignisse inspiriert, die sich in einem der 23 schönsten Kleingärtnervereine der Bundesrepublik Deutschland ereigneten.

Nominiere 10 bis 20 Personen.

Nee, mach ich nicht!

Informiere die Nominierten, indem du in ihrem Blog kommentierst.

Brauch ich nicht – siehe oben. Möge jeder teilnehmen, der gern Fragen beantwortet.

Stelle den Nominierten fünf Fragen deiner Wahl; eine davon sollte seltsam oder lustig sein.

Mach ich später-

Teile einen Link zu deinen besten Posts.
Kommt am Schluss dieses Beitrages.

Zunächst – Barbaras Fragen:

Was würde mich an Dir überraschen?

Vielleicht die Tatsache, das ich ein Avatar bin.

Was machst Du komplett anders als andere Leute?

Das kommt natürlich drauf an, wer die anderen Leute sind. Ich lebe avap (as vegan as possible), aber damit mache ich natürlich nur omnivoren Leuten gegenüber etwas anders.

Womit kannst Du inzwischen leben, obwohl Du lange damit gehadert hast?

Mit der Tatsache, das ein andauernd friedvolles und glückliches Miteinander der Menschen nicht möglich ist.

Wohin geht Deine nächste Reise?

Hoffentlich ans Meer.

Was war deine interessanteste Erfahrung mit Drogen?

Ich bekam mal ein sehr starkes Schmerzmittel. Keine Ahnung was da für Wirkstoffe drin waren. Ich fühlte mich danach ganz leicht und irgendwie pfluffig. Das war recht angenehm.

Meine Fragen

an alle, die gern Fragen beantworten, denn Nominierte gibt es hier ja nicht.  😉  🙂  😀

  1. Wenn Du Dich entscheiden müsstest: Ziergarten oder Nutzgarten?
  2. Auf wen würdest Du immer Rücksicht nehmen?
  3. Wenn es die Gartengeschichten rund um meine Gartennachbarin Frau B., Rapunzel, dem Fräulein Tochter, Hans-Georg B., Bruce, Pierre, Kojak und all die anderen als Buch zu kaufen gäbe, wieviel würdest Du dafür ausgeben?
  4. Was hälts Du von Minimalismus?
  5. Warum machst Du hier mit?

Soooooo ……

Jetzt noch die Links zu den erfolgreichsten Beiträgen. Ich nehme jetzt mal nur die Gartengeschichten und zwar die mit den meisten Likes.

Platz eins

mit 201 Likes: Papas Arrugadas con Mojo

Platz zwei

mit 195 Likes: Kalter Hund

Platz drei

mit jeweils 189 Likes: Spargel – Rosmarin – Kartoffeln und Ackerbohnen mit Oliven und Zitrone

Ich hoffe es hat Euch Spaß gemacht. Mal sehen wer dieses Stöckchen hier aufhebt.

Gespannte Grüße aus dem Garten

Kürbissuppe mit Popel

Meine Gartennachbarinnen Frau B. und Rapunzel sitzen mit einigen anderen Gärtnerinnen am Vereinsheim und bespaßen Kinder mit Herbstbasteleien. Aus Pappzylindern von verbrauchten Toilettenpapierrollen entstehen Fledermäuse. Walnussschalen und Kiefernzapfen werden zu Spinnen umgestaltet. Die Kinder sind kostümiert.

„Na“, frage ich im Vorübergehen, „wollt ihr einen Kürbis haben?“

„Ich weiß wo es lang geht.“ Paul stürmt, gefolgt von den anderen Kindern, in Richtung meines Gartens davon. Frau B. reibt sich mit einem Küchentuch die Leimreste von den Händen. Wir gehen der Rasselbande nach.

Wie nicht anders zu erwarten, hockt hinter jeder Hecke ein Pirat, ein Vampir oder ein Gespenst, um mit lautem „BUH“ hervorzuspringen, wenn wir uns nähern.

In meinem Garten stehen die Kinder ratlos am Kompost. „Und wo ist der Kürbis?“, fragt Paul.

„Der hier gefällt euch wohl nicht?“ Ich klopfe auf einen zirka sieben Kilogramm schweren, graugrünen Kürbis der Sorte „Sweet Grey“.

„Der ist ja gar nicht orange“, moniert Paul.

„Das ist doch gar kein Kürbis“, ergänzt Moritz und schließt seine Expertise mit den Worten: „Das ist ein Popel.“

„Ihhihihi, ein Popel“, kreischen die Kinder.

Ich wuchte den Kürbis auf meinen Bollerwagen und wir ziehen zurück zum Vereinsheim.

Schnell stellen die Kinder fest, dass der „Popel“ innen orange ist. Sie helfen beim Aushöhlen. Ich bereite unterdessen das Kochfeuer vor.

Schnell werden 12 Kartoffeln geschält und 12 Äpfel gewaschen und die Kerngehäuse entfernt. Die Äpfel und Kartoffeln in kleine Stücke schneiden und zusammen mit drei Kilogramm Kürbisfleischwürfeln und sechs Lorbeerblättern in drei Liter Gemüsebrühe für 20 Minuten kochen.
Währenddessen schäle und hacke ich 120 Gramm frischen Ingwer, schneide drei Chilischoten in feine Ringe vermenge alles mit dem Saft von drei Zitronen und drei Orangen. Wenn das Gemüse gar ist, werde ich diese Zutaten zusammen mit 600 Millilitern Kokosmilch in den Kessel gießen, mit Currypulver, Salz und Pfeffer würzen und das Ganze pürieren. Ein solcher Kessel reicht für ungefähr 20 Portionen.

Aber noch ist es nicht so weit. Die Kinder haben unter Aufsicht von Rapunzel den Kürbis mit einer Fratze versehen und stellen nun vorsichtig Teelichter hinein.

Pirat Paul hat sich in der Kiste mit den Sitzauflagen versteckt. Immer wenn sich ein Ahnungsloser der Kiste nähert reißt er unter furchteinflößendem Geschrei den Deckel auf.

Ein zirka dreijähriges Gespenst sorgt für Erheiterung, weil es immer wieder auf sein Bettlaken tritt und hinfällt. Die Mutter tröstet ihren Gruselzögling, der wegen der allgemeinen Schadenfreude in Tränen ausgebrochen war.

Als die Suppe fertig ist, fülle ich sie in essbare Schalen.

Es wird ruhiger am Festplatz. Der Kürbis grinst in die Dunkelheit. Wir rücken näher ans Feuer.

„Habt ihr meinen Seeräuber gesehen?“ fragt eine Stimme aus dem Halbdunkel.
Wir schauen uns um.

„Ich hab ihn“, meldet Rapunzel. Sie hält den Deckel der Sitzkissenkiste geöffnet. Zwischen zwei Bierbankauflegern liegt selig schlummernd Paul.

Wer hat an der Uhr gedreht?

Heute vor zwei Jahren startete dieses / dieser Blog. (Wann wird endlich mal verbindlich festgelegt, ob es das oder der Blog heißt?)

Zwei Jahre? Wo sind diese 24 Monate hin? Es kommt mir viel kürzer vor.

Aber WordPress hat gratuliert und da wird es wohl stimmen.

So habe ich wiedermal die Ehre, Danke zu sagen.

Herbstblumen klein

Danke an alle Leser und natürlich ein besonderes Dankeschön an meine 930 Follower.

Danke für Eure Kommentare und Likes.

Ich freue mich, wenn Euch meine Beiträge gefallen.

Auf geht’s ins dritte Jahr.

Feierliche Grüße aus dem Garten

 

 

Geklonte Cousinen

MitmachBlog

Liebe LeserInnen,

es gibt Themen beim Mitmachblog, da komme ich einfach nicht dran vorbei. Vor allem wenn der Planet Dings eine Rolle spielt, dann muss ich einfach meinen Senf dazu geben.
Mein Nachbar vom Planeten Dings war in den vergangenen Wochen offenbar auf Reisen, jedenfalls begegnete ich ihm nicht.

Ich muss also zu ihm gehen, denn mir laufen zwar ständig Leute vom Planeten Dings über den Weg, aber das sind meist Situationen, die nicht dazu angetan sind, nach verwandtschaftlichen Verhältnissen zu fragen.

Ich nehme ein Glas Marmelade mit und ein paar Quitten. An der Wohnungstür meines Nachbarn klingele ich und warte. Es passiert nichts. Ich klinge abermals.
Welche Wartezeit ist zwischen dem ersten und dem zweiten Klingeln eigentlich angemessen, denke ich. Ich zähle … neunundzwanzig, dreißig. Ich drücke den Klingelknopf ein drittes Mal.

Ich höre ein Rumoren in der Wohnung meines Nachbarn, dann klappern Schlüssel und die Tür wird einen…

Ursprünglichen Post anzeigen 265 weitere Wörter

Grüne Grütze, Rote Grütze

„Dort drüben.“ Mein Gartennachbar Hans-Georg B. gestikuliert, am Ufer seines Gartenteichs stehend, über den zirka sechs Quadratmeter großen Tümpel, als sei es ein Ozean. „Kommst du da ran? Da drüben ist noch was.“

Der Angesprochene ist der Freund von meinem Fräulein Tochter. Eigentlich studiert er Philosophie, aber im Augenblick müht er sich, die Entengrütze mit einem Laubbesen von der Wasseroberfläche zu fischen. Sorgfältig bugsiert er die Teichlinsen in einen großen Eimer mit frischem Wasser. Sein Bart ist zerzaust und sein Männerdutt ist, ob der konzentrierten Anstrengung, in Auflösung begriffen.

Das Fräulein Tochter sitzt mit mir und meiner Gartennachbarin Frau B. an meinem Gartentisch. Wir trinken Tee. Belustigt beobachten wir die Herren der Schöpfung.

„Na“, fragt Frau B., „was macht die essbare Stadt?“

Das Fräulein Tochter zückt sogleich ihr Smartphone und klärt uns über Wasserlinsen auf.

„In asiatischen Ländern wie Laos, Thailand und Kambodscha gehört die Wasserlinse zum Speiseplan. Das Wildkraut nimmt es beim Eiweißgehalt mit der Sojabohne auf und hat Omega-3-Fettsäuren wie sie auch in Leinöl vorkommen.“ Meine Tochter hält mir das Display hin.

Ich lese vor: „Allerdings reichern Wasserlinsen auch Schadstoffe, wie Radium, an.“

„Pfft“, macht das Fräulein Tochter, entzieht mir die Informationsquelle und scrollt weiter. „Hier steht aber auch, dass Entengrütze ein für den Menschen wertvolles Wildgemüse ist.“

„Wie schmeckt das denn?“, will Frau B. wissen.

„Wie grüner Salat.“

„Also mehr so nach nichts?“

„Das hat aber den Vorteil, dass Wasserlinsen in jede Geschmacksrichtung gewürzt werden können“, trotzt das Fräulein Tochter.

„Na, Hauptsache der Hans-Georg hat seinen Teich sauber.“ Frau B lehnt sich zurück.

„Jetzt haben die Goldfische wieder Licht in meinem Biotop“, ruft Hans-Georg vom Ufer herüber. Der Philosoph schüttelt seinen Kopf. „Ein Biotop wäre es vielleicht, wenn keine Fische drin wären. In stehenden Gewässern unter 60 Quadratmetern kommen in Deutschland natürlicherweise keine Fische vor. Die meisten Fischarten benötigen viel Sauerstoff und leben in Bächen und Flüssen oder in sauerstoffreichen Seen mit Wasseraustausch.“

Mein Gartennachbar winkt ab. „Die Fische fressen die Mückenlarven, damit uns die Mücken nicht fressen.“

„Immerhin haben wir eine gute Ernte.“ Der Philosoph schnappt sich den Eimer. „So kurz vor dem Winter enthält Entengrütze viel Stärke, denn alles was wir jetzt nicht erwischt haben sinkt zum Überwintern auf den Teichgrund.“

Die Grützefischer gesellen sich zu uns.

„Mal was anderes, Mutti“, druckst das Fräulein Tochter herum. „Unser Gefrierwürfel ist kaputtgegangen und ich hab jetzt ein Menge Beeren, die schnell verarbeitet werden müssen.“

„Marmelade!“ Brummt Frau B. und ich nicke.

„Oder du machst rote Grütze. Du rührst 25 g Stärke mit einer Tasse Wasser an. Dann zirka 250 g Beeren mit 50 g Rohrohrzucker und etwas Wasser zum Kochen bringen. Die Stärke einrühren und wenn die Masse eindickt, abkühlen lassen. Dazu eine schöne Vanillesauce.“